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Stahlmann: Herzschlag

Solider Appetizer
Wertung: 8.5/10
Genre: Industrial Rock
Spielzeit: 12:53
Release: 21.08.2009
Label: Roughtone Records

Stahlmann. Nein, das ist nicht ein weiterer Nachfolger des T-850, sondern eine vierköpfige Industrial Rock-Band aus Göttingen. Bereits seit mehreren Jahren treffen sich die vier stählernen Androiden-Imitate regelmäßig, um an neuen Frequenz-Waffen zu schrauben – und die ersten vier dieser Art sind nun bereit, um auf den Markt gebracht zu werden.

„Marschieren“ heißt der erste Song und erinnert extrem an die Anfangstage der Genre-Kollegen Eisbrecher. Zufall oder Einfluss, dass zum Textteil des Refrains der Vers „Durch die Hölle gehen“ gehört, welcher ebenfalls einen Songtitel von Eisbrecher darstellt? Etwas treibender als beim Opener gehen die Gitarren bei „Hass Und Liebe“ zu Werke. Stellenweise setzen diese auch ganz aus, sodass sich das Klanggerüst nur noch auf Drum, Synths, Gesang und gelegentlich einfließende Bassläufe stützt, was dem Sound jedoch keinen Abbruch tut.

Etwas langsamer aber ebenso groovend geht es mit dem Song „Göttin“ weiter. Atmosphärische Flächensounds begleiten den stimmungsvollen Sprechgesang in den Versen, der in dem härter ausgefallenen Refrain in richtigen Gesang wechselt und sodann von tragenden Gitarren untermalt wird. Vom Aufbau ähnlich gehalten wie die Vorgänger ist auch der letzte Song „Herzschlag“ – anfangs pumpen die Gitarren den Song in den passenden Rhythmus hinein, setzen während der ersten Strophe kurzzeitig aus, um Raum für die auf der gesamten CD durchweg sehr überzeugend wirkenden Synthesizer-Klänge zu lassen und tragen dann den mit Ohrwurm-Charakter gesegneten Refrain tief in einen jeden Gehörgang hinein.

Wirklich individuell ist der Sound nicht, auch das Songwriting könnte noch ausgebaut werden - ein Wermutstropfen ist nämlich die Spielzeit der EP; mit vier Songs schafft man es nur knapp über 10 Minuten, da wäre eindeutig mehr drin gewesen. Ein gutes Händchen für einprägsame, schöne Melodien hat die Band allerdings definitiv, auch ist die CD solide produziert und die Songs an sich sind durchdacht und unterm Strich ziemlich gut gelungen – nur eben etwas kurz.

Appetit auf ein kommendes Album macht die EP auf jeden Fall, wer sich mit dem Sound anfreunden kann, sollte also durchaus zugreifen. Das Artwork ist ebenfalls sehr ansprechend gestaltet. Wenn man wie Eisbrecher klingt, sind natürlich gewisse Parallelen zu Bands wie Megaherz oder Rammstein nicht mehr wegzudenken – wer also diese Bands mag, sollte sich auf jeden Fall mal der Stahlmänner annehmen.

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