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Spielbergs: This Is Not The End

Der Name muss Programm sein
Wertung: 8/10
Genre: Indie Rock, Alternative Rock
Spielzeit: 49:08
Release: 01.02.2019
Label: By The Time It Gets Dark

Letztes Jahr im April veröffentlichten die norwegischen Indies Spielbergs mit „Distant Star“ ein erstes Lebenszeichen in Form einer EP, die zwar vor allem mit dem Titeltrack einen wahnsinnig starken Song beinhaltete, sich aber auf weite Strecken noch als zu schwammig erwies und den Sound der Jungs noch nicht wirklich klar rüberbringen konnte. „This Is Not The End“ verspricht nun das Debüt-Full-Length der Truppe, auf dem sich Spielbergs deutlich experimentierfreudiger zeigen.

Mit „Distant Star“ und „We Are All Going To Die“ sind zwei alte Bekannte mit an Bord, musikalisch bewegt sich die Band weiterhin über lange Strecken im weiten Feld des (atmosphärischen) Indie und Alternative Rock, mit einem Stück wie „Bad Friend“ werden dann gar Erinnerungen an Bands wie Fall Out Boy laut, auch The Killers mischen da soundtechnisch stellenweise ein bisschen mit. Dadurch kommt auf „This Is Not The End“ ein irgendwie düster-fröhlicher Sound zustande, der von lässigen Rockern wie dem erstaunlich tanzbaren Opener „Five On It“ bis hin zum irgendwie nölig-nasalen Schlusslicht „Forevermore“ mit seinen flächigen Gitarren hinreicht und nicht nur mehr Spielzeit, sondern auch mehr musikalische Breite bietet als die EP.

Auch auf Albumlänge sticht dennoch natürlich wieder „Distant Star“ als absoluter Anspieltipp hervor, fast schon bedrückend schleicht sich dann „Familiar“ durch die Boxen, das mit einer herrlich monotonen Gitarrenbasis zu Beginn daherkommt und am Ende eine fast zu einem Kindergeburtstag passende Samplerreihung bietet, die einen beinah beschwingten Eindruck hinterlässt. „You All Look Like Giants“ gebärdet sich deutlich lärmiger und aufdringlicher – jetzt wird wirklich deutlich, was für eine breite Spanne an Stilen die Norweger beherrschen und sich auch nicht scheuen, diese weitflächig auf dem Album zu verstreuen.

Der genannte Titel beherbergt sogar einige Screams, die zwar etwas dezenter in den Hintergrund gemischt wurden, ihre Wirkung aber keineswegs verfehlen. Ein bisschen Remmidemmi-Die Orsons-Feeling schwingt da sogar mit – Wahnsinn. Ob es das beinah acht Minuten lange, äußert sphärisch ausgefallene Stück mit dem kruden Titel „McDonald‘s (Please Don‘t Fuck Up My Order)“ dann gebraucht hätte, sei mal höflich dahingestellt, zumal man die ersten viereinhalb Minuten der Täuschung erliegt, es handele sich hierbei um ein Instumentalstück, bevor mit gelinde gesagt etwas einschläferndem Gesang gestartet wird.

„4AM“ war bereits im Vorfeld ausgekoppelt worden und auch hier riecht man wieder ein bisschen The Killers-Einfluss mit den tanzbar-rockigen Gitarren und den leicht verzerrten Vocals – ein schönes Ding, zu dem es sich lohnt, richtig abzufeiern. Überhaupt ist es genau das, was die Norweger am besten können: Diese Mischung aus Tanzbarkeit und Melancholie, aus Hoffnung und Resignation, die „This Is Not The End“ nicht nur zu einem bis auf wenige Ausfälle spannenden Album machen, sondern auch hoffen lassen, dass der Albumtitel Programm ist. 

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