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Spielbergs: Distant Star

Auf EP-Länge noch zu wenig fassbar
Wertung: 6,5/10
Genre: Indie Rock
Spielzeit: 23:45
Release: 27.04.2018
Label: By The Time It Gets Dark

Das norwegische Trio mit dem auffälligen Namen Spielbergs scheint im Voraus der Debüt-Veröffentlichung schon alles richtig gemacht zu haben, wurde doch extra für die Band das britische Label By The Time It Gets Dark gegründet, die erste Single „We Are All Going To Die“ schlug schon ein wie eine Bombe und dass die Debüt-EP „Distant Star“ weggehen wird wie geschnitten Brot scheint keine Vermutung, sondern unumstößliche Tatsache. Dabei haben die Jungs gerade mal zehn Liveauftritte hinter sich – eine Zahl, die wahrscheinlich nach der Veröffentlichung in die Höhe schnellen wird.

Raus ist das gute Stück bereits seit Ende April, zu haben auf CD oder limitiertem Tape – wer die Band noch nicht kennt, kann sich einrichten auf teils verhuschten Indie Rock mit hallenden, verzerrten Vocals, teils ausufernden Gitarrenwänden und insgesamt einer etwas umständlichen Art und Weise, Musik an den Mann und die Frau zu bringen. Irgendwie trotzdem charmant, was die „Distant Star“-EP hier zu bieten hat, auch wenn es sich um gerade mal knapp über 20 Minuten Spielzeit handelt.

Gerade der Titeltrack entpuppt sich nicht nur als richtig heftiger Ohrwurm, sondern atmet auch den Rock-Geist der Achtziger, wobei das fast psychedelisch-verklärte Gitarrensolo sich eher nach LSD-Kampf in den Siebzigern anhört. Dass man allerdings „We Are All Going To Die“ als erste Single dem Titeltrack vorgezogen hat, ist auch klar, hat der Song doch deutlich mehr Dampf zu bieten, dafür fehlt aber ein bisschen der rote Faden, und vor allem die Marsch-Drums erzeugen ein womöglich beabsichtigtes Unwohlsein in Kombination mit dem ansonsten eher dumpf gehaltenen Sound des Tracks.

„Daisy! It‘s The New Me“ mutet dann genauso chaotisch an wie der Titel vermuten lässt, zeigt aber irgendwie auch den etwas kindlichen Charme der Truppe und kann so mit seiner Fröhlichkeit und tanzbarer Melodie punkten. Vom finalen „Setting Sun“ kann man das nun nicht behaupten, hier haben die Norweger einen langsamen und schwerfälligen Track geschaffen, der wahrscheinlich locker-flockig daherkommen soll, aber kaum die eingeschlafenen Füße aufzuwecken vermag. Mit dem Rausschmeißer hat sich das Trio leider keinen Gefallen getan.

Insgesamt ist „Distant Star“ irgendwie zu kurz ausgefallen, um die augenscheinlich vielen Facetten der Norweger zu beleuchten, dafür haben sich aber immerhin zwei richtig gute Tracks ihren Weg durchs Trommefell gebahnt. Die restlichen Songs tendieren von „cool, aber anstrengend“ bis zu „lahm“ – mal abwarten, ob die Herrschaften auf einem möglichen Full-Length-Album mehr Kontinuität zu bieten haben werden.

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