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Sphinx: Pounding Death (Demotape)

Kurz mal ein Lebenszeichen...
keine Wertung
Genre: Black/Thrash Metal
Spielzeit: 13:32
Release: 17.04.2018
Label: Independent

Vielen Dank nochmals auf diesem Wege an das Münsteraner Trio Sphinx und ganz besonders an Bassist Willi, der mit einem „hast du eigentlich schon unser neues Promotape?“ gleich mal eins in die Kuttentasche schob. Lange war es still um das Blackend Thrash-Speed-Inferno aus der Studentenstadt, ihr Auftritt beim Burn Down Kray Vol. 3 kann da nur wieder ein Auftakt sein.

Das Tape sollte man natürlich soundtechnisch nicht zu hoch bewerten, hier trifft eher roher Proberaumsound auf rumpeligen Black Thrash, ganz so, wie die Drei auch live ihren undergroundigen Rotz heraushauen wollen. Und im Grunde unterscheiden sie sich gar nicht so sehr von den anderen gleich gearteten Rumpelkapellen, haben eine eigene kleine Fanschar – gerne auch mit Vokuhila, Spandex und Pornobalken – um sich scharren können und nehmen sich selbst gar nicht so ernst, da wird doch eher mal der Party gefrönt als der Leistungswille in Übermaß gekitzelt.

Und so befinden sich auf dem Promotape drei Nummern, zwei davon aus eigener Hand; dabei ist das ausgewählte Sodom-Cover „Outbreak Of Evil“ nun wirklich keine große Überraschung und kommt in der Demoversion so räudig rüber, wie man Sphinx auch von den Liveshows her kennt. Aber auch die beiden eigenen Stücke platzen vor Räudigkeit, ganz gleich ob der bassdominiert beginnende Titeltrack „Pounding Death“ mit seinem ersten Midtempoausritt und der nach einer guten Minute einsetzenden Raserei oder aber das mit einem schrägen, wenig filigranen Solo agierende „Virgin Till Death“ – bei allen gleich allerdings sind die krächzenden, mit Hall kaum verständlichen Vocals, die sich szenetypisch mit reichlich Schwarzfärbung nur bedingt in Szene setzen.

Neue Akzente setzen sie nicht, das ist aber in dem noch immer so populären Black Thrash-Genre kaum möglich. Eine kleine Standort-Bestimmung, mehr nicht, allerdings werden die Münsteraner noch dran feilen müssen, eine etwas eigene Identität aufzubauen. Fans des Trios sollten sich aber schon mal auf eine ordentlichere Demo vorfreuen, die dann hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt.

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