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Spellbreaker: More

Überzeugender Einstand der Bielefelder
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 22:42
Release: 28.02.2007
Label: Eigenproduktion

Die Melodic Death Metaller Spellbreaker aus Bielefeld machten unser Redaktions-Team während der Triple Thrash Treat Tour von Spectre Dragon, Cripper und Hatred auf sich aufmerksam, als sie in ihrer Heimatstadt Bielefeld als Support auftraten. Und hier liegt mir nun das Debut der Jungs vor, welches fünf Songs umfasst und eine Klasse innehat, die alles und jeden umzuhauen weiss.

In ihren Songs gehen die fünf jungen Musiker recht kompromisslos zu Werke, wie man sehr eindrucksvoll bereits vom ersten Ton des Openers „More“ ohne Vorwarnung voll vor den Latz geknallt kriegt. Und so sagt dieser Song auch schon alles über das Konzept von Spellbreaker aus: Alles hinwegblasende Riffs vereinen sich mit einem guten Gespür für Melodie, deren Wurzeln hauptsächlich im skandinavischen Land der Hackbällchen zu finden sind und es lässt sich auch eine klitzekleine Schlagseite Thrash Metal nicht von der Hand weisen. Wenn man dann noch das amtliche Growling des Zwei-Meter-Frontmanns Robert dazupackt, entfaltet sich das Konzept der Band und nimmt den Hörer bedingungslos gefangen.

Doch noch besser zündet das folgende „In Finsterer Nacht“, das, wie man unschwer erkennen kann, mit deutschen Lyrics versehen wurde. Gleich von Beginn an schaffen es die Jungs, in perfekter Weise eine düstere Stimmung zu erzeugen. Stellenweise nicht ganz so flott wie der Opener, doch dieser eher im Midtempo gehaltene Song hat andere Stärken: Nicht zuletzt durch den enthaltenen Groove-Faktor raubt einem dieses giftige Riffmonster den Atem. Dieser abwechslungsreich gestaltete Song ist unheimlich präsent und unglaublich stark!

„Winterdawn“ gibt sich dann wieder recht flott und geht leicht thrashlastig zugange. Hier kommt man in den Genuss doppelter Gitarrenläufe, die dem geneigten Metalhead so richtig Laune machen. Im weiteren Verlauf wird dieser Song auch noch richtig schön melodisch, was bei mir natürlich wieder vollends punktet. Und allerspätestens bei dem genialen, aber leider viel zu kurzen Solo wird auch der Letzte, der bislang vielleicht noch nicht überzeugt war, auf die Seite der Band gezogen werden. Einfach super, dieser Song!

Der zweite Song mit deutschen Texten folgt auf dem Fuße: „Dein Herz“. Mann, kann es sein, dass dieses Demo mit jedem Song besser wird? Die Riffs von Peter und Felix sind wieder mal verdammt klasse, dazu leisten Börgy an der Schiessbude und Henna am Tieftöner hier einmal mehr ganze Arbeit. Genial ist der Part:“…lass mich bluten, lass mich schreien, ich will sterbend bei Dir sein!“ – klasse gemacht, Jungs! Ein ganz geniales Stück der Bielefelder!

Und da ist es auch schon, das leider schon letzte Stück „March To Hell“: Der Refrain dieser Midtempo-Hymne eignet sich hervorragend dazu, die Band live so richtig abzufeiern sowie insbesondere zur intensiven Ertüchtigung der Nackenmuskulatur. Ist zwar kein schlechter, aber der Song kann trotzdem die Klasse der vorherigen Stücke leider nicht ganz halten.

Abschließend ist zu sagen, dass besonders die zwei Songs mit deutschen Texten es vermögen, bei mir zu punkten, da diese die Klasse der jungen Band noch ein Stück weit mehr hervorheben als es die anderen Stücke größtenteils ohnehin schon tun.

Die Produktion der „More“ übernahmen Mätty und Gerald von der ebenfalls ortsansässigen Band Spectre Dragon. Und diese beiden verstehen nicht nur in ihrer eigenen Band echt was von richtig guter Mucke, denn man kann hier eindeutig raushören, dass sie dem Demo von Spellbreaker einen Sound verpasst haben, das sprichwörtlich passt wie der Arsch auf den Eimer. Alle Stärken der Band wurden perfekt in Szene gesetzt und damit kommen die Songs so richtig schön fett, aber trotzdem glasklar aus den Boxen.

Fazit: Mann, ist das ein Einstand! Bei einer solchen Leistung steht Euch Metalheads sicherlich noch so einiges bevor von den ambitionierten Musikern. Für eine Debütscheibe ist „More“ verdammt gut! Wir von The-Pit werden den weiteren Weg der Band auf jeden Fall aufmerksam verfolgen.

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