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Spellbreaker: Manifest Destiny

Origineller Mix verschiedener Subgenres
Wertung: 7/10
Genre: Heavy Metal / Melodic Death Metal
Spielzeit: 40 Min
Release: 18.09.2010
Label: DB-Agency

Es ist doch immer wieder schön zu sehen und natürlich auch zu hören, dass die Metalgemeinde in Deutschland stetig wächst und sich vor allem auch durch Produktivität auszeichnet. Ein Beispiel hierfür ist die seit 2005 in der harten Musik tätige Band Spellbreaker aus Bielefeld, die nach den Veröffentlichungen der Demo „More“ im Jahr 2007 und der aus Eigenproduktion stammenden CD „Rising From The Dark“ im darauf folgenden Jahr nun mit der tatkräftigen Unterstützung der DB-Agency(Das DB steht hier übrigens für „Delicious Bowels“) ihr neuestes Machwerk mit dem klangvollen Namen „Manifest Destiny“ aus dem Hut gezaubert haben. Der nunmehr dritte Tonträger des Trios entpuppt sich dabei als waschechtes Konzept-Album, welches sich mit dem Krieg zwischen europäischen Eroberern und amerikanischen Ureinwohnern auseinandersetzt. Die nötige Nähe zum fernen Kontinent stellt hierfür Sänger Lance, der aus dem US-amerikanischem New Jersey stammt.

 

Während das trefflich betitelte „The New World“ einen an die Ufer der neuen Welt spült, offenbart sich dem Hörer ein äußerst angenehmer Gesang und hörbares Bass-Spiel, was im Metal immer ein gutes Zeichen ist. Die Gitarre steuert eine melodische Untermalung bei und die Drums fügen sich stilvoll und abwechslungsreich in das Klangbild ein. Schon der zweite Track „Wilderness Of War“ sorgt dann für einen krassen Break, indem er mit Growls und thrashigen Riff- und Drum-Attacken aufwartet. Spätestens über die nächsten Songs machen die Jungs aus Westfalen deutlich, dass sie von Subgenres nicht viel halten, so klingt die Scheibe mal nach Heavy Metal, mal nach Power Metal und nicht zuletzt gibt es einiges an Thrash- und Death-Anleihen. Mit „The Long Walk (A Shaman's Prayer)“ hat man zum Beispiel eine waschechte Powerballade geschrieben, wohingegen „Warsong Of The Badlands“ im starkem Kontrast dazu nach einer thrashigem Auflage von skandinavischem Melodic Death Metal aus der Schule von Amon Amarth klingt. Die zweite Hälfte des Konzeptes, die in Form der letzten drei Lieder auftritt, bringt diese doch sehr unterschiedlichen Facetten am überzeugendsten in Einklang. Die wirklich mehr als vielseitige Stimme des Sängers Lance, mehrere ordentliche Gitarrensoli und ein Schlagzeug mit Tiefgang legen hier ein Zeugnis von großem Talent und viel Potenzial ab. Insgesamt wird der positive Eindruck allerdings dann doch durch die nicht ganz ausgereifte Produktion, deren Klang nicht ganz definiert erscheint, und den manchmal etwas zu harschen Übergängen zwischen den unterschiedlichen Facetten der Band etwas geschmälert. Außerdem ist zu bemängeln, dass ein richtiger Kracher, der sich nachhaltig im Gehörgang festsetzt, einfach fehlt.

 

Die Bielefelder haben es mit „Manifest Destiny“ dennoch geschafft, ein eigenständiges und abwechslungsreiches Stück Musik auf CD zu bannen. Ihr ganz eigener Stil und der hohe Mitsingfaktor hebt die drei Herren, die sich hinter Spellbreaker verbergen, auf jeden Fall aus dem Mittelmaß und der großen Masse an Bands heraus. Um aber einen ganz großen Coup zu landen, muss hier und dort nochmal der Feinschliff vollzogen werden. Man kann sich den Namen aber schon einmal gefahrlos für die Zukunft merken.

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