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Spectra*Paris: Christmas Ghouls

Wunderschöne Wintermusik
Wertung: 10/10
Genre: Electro
Spielzeit: 33:34
Release: 26.11.2010
Label: Out of Line (Universal)

Pünktlich zur Vorweihnachtszeit veröffentlichen Spectra*Paris ihre Version der Weihnachtsmusik. Schon beim Durchlesen der insgesamt zehn Tracks fällt auf, dass zwei Songs doppelt auf der CD enthalten sind. Sowohl der Song „Silent Night“, als auch der Song „Movie Ghouls“ von der schon im Juli veröffentlichten CD „License To Kill“ werden auf zweierlei Weise dargeboten. Wird nun noch die Spielzeit mit nur 33 Minuten bedacht, kommt schnell der Gedanke auf: versucht hier die italienische Elektroband schnell noch eine CD ins Weihnachtsgeschäft zu bringen, ohne wirklich Ideen zu haben?

„Christmas Ghouls“, zu deutsch „Weihnachts-Leichenfledderer“ oder aber auch „Weihnachts-Vampir“, beginnt mit dem Weihnachtsklassiker schlechthin: „Silent Night“.  Hier präsentiert Elena Fossi ihre Stimme von der schönsten und ruhigsten Seite. Und auch wenn das Lied durch und durch bekannt ist, wird an jeder Ecke des Songs der Überraschungsmoment erwartet. Dieser bleibt aus. Ganz traditionell wird der Song zum Ende gebracht und gerade das ist die Überraschung. Dadurch ist eine wunderschöne neue und doch traditionelle Version des Klassikers entstanden. Es geht weiter mit der zweiten Dopplung des Weihnachtsalbums und einem von der im Sommer erschienen CD bekannten Song. „Movie Ghouls“ bekommt aber auch ein neues Gesicht und zwar singt ihn Elena Fossi in ihrer Muttersprache Italienisch. Ansonsten wurde zur ursprünglichen Version nichts geändert. Jedoch durch den Einsatz der romanischen Sprache erlangt der Song einen romantischeren Klang, was sehr gut in die Vorweihnachtszeit passt. Vor allem steht die italienische Sprache der Sängerin total gut zu Gesicht, durch die Intonation kommt ihre Stimme noch weit aus besser zur Geltung, als in der englischen Version. Diese erhält der Hörer an neunter Stelle des Albums. Ebenso wie eine weitere Version des oben genannten Weihnachtsklassikers „Silent Night“, diesmal in deutscher Sprache. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Elena in der deutschen Sprache ausdrückt. Fans der Elektro-Gothic Gruppe Kirlian Camera kennen dies bereits. Durch den doch starken italienischen Akzent bekommt der Song einen beinahe gruseligen (nicht im Sinne von schlecht) Faktor, absolut passend zur dunklen Jahreszeit.

Der dritte Song des Albums ist eine wunderschöne Version der altertümlichen Weise über den Volksheld Mexikos. „Joaquin Murietta“ erzählt die Geschichte des mexikanischen oder chilenischem Robin Hood. Er lebte zur Zeit des Goldrausches in Mexiko und sein Ursprung ist absolut ungewiss. Nur die Geschichten sind noch allgegenwärtig. Besser bekannt ist Joaquin Murietta wohl unter dem Namen „Zorro“. Denn diese Sagengestalt beruht auf dem besungenen Volkshelden. Kennt der Hörer die Geschichte nicht, könnte er auch meinen, die Geschichte eines irischen Helden im Ohr zu haben. Spectra*Paris vertonen den Song in einer Art und Weise, die dem irischen Folk sehr ähnlich ist.

Unbedingt zu empfehlen ist auch der sechste Song des Albums. „Snowy Cross Tale“ ist ein wunderschöner Weihnachtssong, der unbedingt gehört werden muss. Hier steht wieder ganz klar der Gesang im Vordergrund und zeigt, ebenso wie „Silent Night“ und „Joaquin Murietta“, eine ganz neue Seite der elektronischen Gruppe Spectra*Paris. So anders und so schön geht es weiter. Ganz anders als jede Weihnachts-CD, die man kennt, kommt „Christmas Ghouls“ daher und zeigt auf ihre Art, dass es sich hier nicht ausschließlich um eine CD handelt, die man in den vier Adventswochen hören kann, sondern viel mehr um eine Winter-CD. Die Zeit der Dunkelheit, der Geister und Monster, die genau dort auf der Lauer liegen, werden hier eingefangen von einer beinahe himmlischen Stimme. Durch die Dopplung des Songs „Silent Night“ bekommt die CD einen gelungenen Rahmen und die Frage, ob die Dopplung der Songs auf Phantasielosigkeit zurück zu führen ist, kann ganz deutlich mit „nein“ beantwortet werden.

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