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Sparzanza: Folie à Cinq

Hard Rock, der Spaß macht, ohne billig zu sein
Wertung: 8/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 36:40
Release: 18.02.2011
Label: Spinefarm Records

Sparzanza sind eine der Trilliarden von Bands, die eigentlich schon viel bekannter sein müssten als sie sind. Immerhin vier Langrillen – „Angels Of Vengeance“, „Into The Sewers“, „Banisher Of The Light“ und „In Voodoo Veritas“ – haben die Schweden schon in ihrem Backkatalog zu verzeichnen, und trotzdem kennt sie außerdem halb ihrer Heimat und unmittelbaren Umgebung kein Mensch. Ändern sollte sich das ziemlich schnell, denn mit dem via Spinefarm veröffentlichten „Folie à Cinq“ tragen die Herren um Sänger Frederik Weileby ihre Message hinaus in die Welt und die lautet: Hard Rock. Bis zum Umfallen. Und auch dann wird nicht stillgehalten.

Dabei klingt das Quintett zumindest zu Anfang irritierend nach Volbeat, beziehungsweise Frederik erinnert stark an deren Sänger Michael Poulsen. Musikalisch gehen Sparzanza ein wenig abwechslungsreicher und weniger Rock’n’Roll-fixiert zu Werke als ihre dänischen Kollegen. Allerdings: Gleich im ersten Track so unglaublich stark an eine andere Band zu erinnern, ist vielleicht taktisch unklug.

Nichtsdestoweniger beeindruckt der Opener „Temple Of The Red-Eyed Pigs“ trotz des leicht psychedelischen Titels mit knackigen Gitarren und einer ordentlichen Portion dreckigem Rock’n’Roll, der übrigens im Laufe des Albums langsam aber merklich verschwindet. Ein Volbeat-lastiger Refrain bildet schon jetzt den absoluten Höhepunkt der Platte – grandioser Track!

Weiter geht’s ähnlich stark mit „Alone With A Loaded Gun“, das deutlich ruhiger startet als sein Vorgänger, aber einen eindringlichen Refrain mit dem einprägsamen Satz „I’m alone with a loaded gun, please stop me“ mitbringt, der einem erstens ordentlich Gänsehaut verschafft und zweitens tagelang nicht mehr aus dem Gehörgang verschwindet. Irgendwie schaffen es die Herren außerdem, einem langsamen Track wie „Follow Me“ einen leicht düsteren Unterton zu geben, was nicht zuletzt an der sehr dominanten Gitarren- und Bassspur liegt und durch Frederiks in den Strophen recht tiefe Stimme noch verstärkt wird.

Neben solchen Tracks wie „Phoenix Down“, die beim Hören einfach Spaß machen, gibt es aber auch jene wie „Night Of The Demons“, die nicht so recht überzeugen wollen – die Band klingt auf einmal lustlos, der Song spielt mit instrumentalen Klischees, die man in ungefähr jedem zweiten Hard-Rock-Song findet, alles in allem wird hier zum ersten Mal die Skip-Taste in Augenschein genommen. Im Gegensatz dazu wird dem Hörer mit „Hell Is Mine“ ein rasanter Ohrwurm geliefert, wie er klassischer für eine Rock’n’Roll/Hard Rock-Band nicht sein könnte – allerdings ohne olle Kamellen wieder aufzuwärmen. Feine Sache. Dass der gute Herr Weileby auch ganz anders kann, beweist er uns zum guten Schluss bei „The Reckoning“, wo neben dem obligatorischen klaren Gesang und den leicht gepressten Zeilen auch eine Stimmlage zu Tage tritt, die man fast als Growlen bezeichnen könnte. Irgendwie erinnert der Refrain dann aber ein wenig an Modern Metal und mag nicht recht zum Rest passen.

Sparzanza sind eine Band, die sich Fans von Rock’n’Roll-lastigem Hard Rock durchaus merken sollten. Bis auf wenige kleinere Ausfälle bietet „Folie à Cinq“ guten bis sehr guten Hard Rock, der größtenteils ohne ausgelutschte Klischees auskommt und deswegen frisch und innovativ klingt. Hier kann man guten Gewissens acht Punkte vergeben.

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