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Sparzanza: Death Is Certain, Life Is Not

Hier ist düster besser
Wertung: 9/10
Genre: Alternative Rock
Spielzeit: 41:48
Release: 22.02.2013
Label: Black Cult Records

Eigentlich eine Schande: Vier Alben bringt eine Band raus und erst mit dem fünften kann sie überhaupt bis in die Redaktion vordringen. So geschehen bei den Schweden Sparzanza, die erst mit „Folie A Cinq“ überhaupt bei The-Pit.de auffällig wurden, dann aber direkt mal acht Punkte abstauben konnten, trotz eines teils recht klischeebehafteten Rock’n’Roll/Hardrock-Mischmaschs.

Mittlerweile steht mit „Death Is Certain, Life Is Not“ ein neues Album parat, das von den Herren um Sänger Fredrik als wesentlich düsterer als der Vorgänger bezeichnet wird. Und tatsächlich: Thematisch wird das Thema Tod von vorne bis hinten beackert und beim ersten oberflächlichen Durchgehen der Songs stellt sich schnell heraus, dass der Fronter wesentlich mehr mit tieferen Passagen arbeitet und auch die Instrumentalfraktion sich mit beschwingten Nummern zurückhält.

Ausfälle gibt es auf diesem Album quasi keine – das überrascht und erfreut zugleich, macht aber auch ein bisschen misstrauisch; schließlich kommt ein solch befriedigendes Gesamtpaket eher selten daher. Die oberste Prämisse lautet also: auf Nummer Sicher gehen. Im Klartext: das Album nochmal hören. Und nochmal, bis man sich sicher sein kann, dass die Scheibe nicht im Regal verschimmeln wird.

Man nehme nur den Opener: „When The World Is Gone” mutet wesentlich härter an, als man den Sound der Schweden in Erinnerung hatte, kommt mit groovenden Gitarren und einer in den Strophen noch leicht verzerrten Stimme daher. Im Refrain wird einen Hauch zu dick aufgetragen. An sich findet sich hier aber ein sehr guter Appetizer. „The Fallen Ones“ weiß schon mehr zu überzeugen. Hier passt dann auch der Chorus perfekt ins Gesamtbild – der klare Gesang kommt richtig schön episch durch die Boxen und erinnert ganz, ganz entfernt an Amorphis zu „Silent Waters“-Zeiten. So kann, nein, so muss das weitergehen – der Sound wirkt an sich so stimmig, dass man jetzt keine drastischen Veränderungen mehr ertragen kann und will.

Selbst Tracks wie „Legion“, die an sich keine stilistischen Besonderheiten innehaben und zumindest in ähnlicher Form sicherlich schon irgendwo durch die Musikhistorie dümpeln, haben hier einen ganz eigenen Charme und gehen als durchaus gern gehörte Ohrwürmer durch. Ähnliches gilt für „Walk Into The Fire“ – Sparzanza scheinen auf der neuen Scheibe aber genügend Resignation und Zorn angesammelt zu haben, um auch eher durchschnittliche Songs zu Glanzstücken zu machen. Stellenweise steckt derartig viel Druck dahinter, dass sich manche Metalbands von dem Engagement der Schweden dringend eine Scheibe abschneiden sollten.

Gegen Ende der Platte hauen Sparzanza nochmal zwei richtig fette Bretter raus: „Ad Viventes“ schleicht sich mit einem eher zwiespältigen Intro heran, das mit Hintergrundstimmengewirr und Getrommel auch gut und gerne von einer drittklassigen Black-Metal-Band stammen könnte, entwickelt sich dann aber nicht zuletzt dank Fredriks ausladender Stimme zu einem Wahnsinnssong.

Final kommt dann noch „When Death Comes“ aus dem Boxen gedonnert – zu Beginn mit ruhigem Gesang und Klavier, im Refrain dann mit einer nicht zu verachtenden Todesromantik, die in der Zeile „When death comes, I will welcome hin“ gipfelt. Wahnsinn, dein Name ist Sparzanza. Mehr muss man dazu nicht sagen. Neun Punkte.

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