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Sparzanza: Circle

Eine Schande, dass kein Mensch die Band kennt
Wertung: 7,5/10
Genre: Alternative Rock, Hard Rock
Spielzeit: 37:35
Release: 26.09.2014
Label: Spinefarm Records/ Black Cult Records

Schweden, die musikalische Gebärmaschine, bringt Massen an wunderbaren Bands auf die Welt. Sparzanza sind eine davon, die trotz genialen Hard Rocks zumindest in Deutschland noch immer nicht so wahnsinnig bekannt sind. Überzeugen konnte uns die Truppe bereits mit „Folie à Cinq“ und dem wesentlich düstereren Nachfolger „Death Is Certain, Life Is Not“ – beide siedelten sich im oberen Punkteniveau an. Pünktlich zum Herbst erscheint jetzt die neue Platte „Circle“, die zwar nicht ganz so dramatisch ausfällt wie „Death Is Certain,…“, aber dennoch wie erwartet zu überzeugen weiß.

Die stimmliche Assoziation mit Volbeat taucht zum Glück nur noch sporadisch auf, hauptsächlich dann, wenn Sänger Fredrik Weileby den Ton mal etwas länger hält. Der Sparzanza-Sänger mit der zeitweise etwas gewöhnungsbedürftigen Frisur präsentiert allerdings ein breiteres Stimmvolumen als der Kollege Poulsen, von daher kann man diesen Punkt unter den Tisch fallen lassen. Positiv ins Gewicht fällt neben dem breiten Stimmvolumen auch die Tatsache, dass Weileby sich nicht zu teutonisch-metallischen Höhenflügen aufschwingt – ein gutes Beispiel hierfür ist „Pine Barrens“, bei dem andere Sänger sich sicherlich am Ende des Refrains gerne mal zum Maid’schen Kopfstimmenvibrato hätten verleiten lassen, der Schwede agiert hier aber mit viel mehr Power und vor allem mehr Eiern.

Nun aber zu den Songs: Erstes Gänsehaut- und Mitsing-Potenzial wird bereits bei „Underneath My Skin“ ausgeschöpft, das mit Alternative-lastigen Gitarren zu Beginn ordentlich Stimmung aufbaut, nur um im Refrain in einer Halbballade zu münden – ein schöner Song, der zeigt, dass solche Lieder auch ohne Kitsch wunderbar auskommen. Überhaupt setzt die Truppe auf „Circle“ wieder auf viel Gefühl, „As I Go Away“ beispielsweise entpuppt sich als astreine Ballade, kann aber nicht ganz so hundertprozentig überzeugen wie „Underneath My Skin“ – die Feuerzeuge werden aber live sicherlich trotzdem ausgepackt.

Bei „Into The Unknown“ wird dann ordentlich am Dramatik-Hebel gezogen, die Gitarren heben den Refrain in neue Sphären, aber ein kleines bisschen Feuer fehlt noch. Ob das nun an der Produktion liegt oder nicht, kann man hier schlecht beurteilen, aber man wünscht sich noch das allerletzte Schippchen Kohle in den Kessel, um so richtig Dampf machen zu können.

„Black“ mausert sich dann zum absoluten Anspieltipp, obwohl es im ersten Moment gar nicht danach aussieht – die erste Strophe kommt ein bisschen unmotiviert daher, wenn man dann aber weiterhört, weiß man: Klar, der gute Fredrik hat sich das Beste für den Refrain aufgehoben. Genial, wie hier der Gesang eingesetzt wird, auch die Instrumentalisierung passt super, alles ist am richtigen Platz – wenn das mal kein Bandklassiker wird! Ähnliches Potenzial, wenn auch in völlig anderer Richtung hat dann „Death Don’t Spare No Lives“, das wesentlich mehr auf die Tube drückt und mit richtig aggressivem Gesang zu überzeugen weiß, was in Kombination mit dem halbwegs klaren, leicht verzerrten Refrain eine super Kombination ergibt.

Fazit: Zwar hat „Circle“ insgesamt ein paar Längen, die man überbrücken muss, an sich ist die Platte aber wieder ein Beweis dafür, dass die Schweden hierzulande wesentlich bekannter sein sollten.

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