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Space Odyssey: Tears of the Sun

Waren die Erwartungen zu hoch?
Wertung: 7/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 41:51
Release: 27.11.2006
Label: Regain Records

Mit seinem dritten Album, das Richard Anderson mit seinem Projekt Space Odyssey auf den Markt bringt, zeigt der Ausnahmekeyboarder mal wieder, dass seine Wurzeln im Hardrock liegen. „The Bohemian Werewolf“ rockt so richtig schön drauflos und bietet eine tolle Gitarrenarbeit von Magnus Nilsson, welcher sich im Übrigen auch für die Bassparts des Albums „Tears Of The Sun“ verantwortlich zeigt. Ein guter Rocker zum Einstieg lässt mehr erwarten.

Mit dem zweiten Song „Obsession“ kommt auch mein absolutes Highlight des Albums. Dieser Song hätte auch ohne weiteres auf Black Sabbath`s „Headless Cross“ Album stehen können. „Miracles In Daylight“ kann mich dann allerdings nicht so sehr überzeugen. David Fremberg hat eine wirklich gute Stimme, auch wenn ich finde, dass sie nicht unbedingt einzigartig ist. Sehr schöne, den Gehörgängen schmeichelnde Melodiebögen werden hier gespannt.

„Killing The Myth“ zeigt etwas mehr aggressiv rockenden Charakter, soweit man bei dieser Musik überhaupt das Wort aggressiv benutzen kann. Diese Parts wechseln sich mit den zu weich gespülten Chorusparts ab. Leider kann sich auch dieser Song nicht wirklich in meinem Gedächtnis eingraben. Musikalisch ist das, was Magnus Nilsson an der Axt, Jörg Andrews an den Drums und natürlich Mastermind Richard Andersson an den Keyboards und Hammond abliefert, natürlich über jeden Zweifel erhaben.

„Dark Wings Of Universe“ vermag dann aber den Abwärtstrend zumindest erstmal mit einem kleinen Zwischenhoch zu unterbrechen. Der Chorus weiß zu begeistern. Mit „The Awakening“ geht es erstmal etwas gemächlicher zu, da einzig der Refrain und natürlich der Solopart rockig geraten sind. Ein gutes Stück amerikanischen Hardrocks.

Mit einem gemeinen und, wie ich finde, unpassenden, nennen wir es einmal Weckruf, beginnt „Tears Of The Sun“. Der Soundeffekt ist ein wenig zu laut abgemischt und hat eigentlich auch keinen Bezug zu dem Song. Der vorletzte Song „The Northern Silence“ schlägt wieder die eingangs erwähnte softe Black Sabbath-Richtung ein. Wobei bei diesem Song auch der Bass etwas fulminanter in Szene gesetzt wurde. Ich denke aber, dass der Song doch interessanter geworden wäre, wenn man z.B. einige Keyboardpassagen am Anfang durch einen Chor ersetzt hätte.

Den Abschluss des Albums bildet mit „Bloodspill“ ein rockiger Song, der mich aber leider auch nicht wirklich überzeugen kann.

Fazit: Es ist schön anzusehen, dass Richard Andersson hier keinen Egotrip auslebt. Obwohl er der Mastermind ist und z.B. alles produziert, arrangiert und komponiert hat, sich sogar persönlich für das Coverartwork verantwortlich zeigt, lebt er in der Musik keine Egotrips.

Die Keyboards sind immer wohldosiert und nicht in den Vordergrund gemischt. Eher hätte man hin und wieder den Eindruck gewinnen können, es würde sich um ein Projekt des Gitarristen Magnus Nilsson handeln. Dieser brilliert mit jeder Menge melodischer Fingerakrobatik. Vielleicht wäre es aber nicht verkehrt gewesen, wenn man noch einen starken Songwriter hinzugezogen hätte. Denn ich bin mir sicher, dass diese Band doch einiges mehr an Potenzial hat, das auf diesem Album leider zu selten abgerufen wurde.

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