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Sound Of Silence: La Casa De Los Lamentos

Melodic Death aus Spanien - nicht dringend ein Qualitätssiegel
Wertung: 6.5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 40:37
Release: 08.07.2007
Label: Underhill Records

Sound Of Silence formierten sich pünktlich zur Hohezeit des aggressiven Abschnitts der Metalcore-Bewegung im Jahre 2004 und eiferten von Beginn an aufsteigenden Acts wie The Black Dahlia Murder und As I Lay Dying nach. Mit deutlichen Einflüssen aus dem schwedischen Melodic-Death-Bereich bestückt, verschanzte man sich schon früh im Proberaum, um dort an den Songs für die erste Split-CD mit den Jungs von Legacy Of Cain vorzubereiten. Weitere zwei Jahre steht nun das offizielle Debüt des spanischen Sextetts ins Haus – und glaubt man den Vorab-Kritiken, erwartet einen mit „La Casa De Los Lamentos“ ein echter Hammer.

Zwischen Wunschtraum und Realität stehen jedoch leider zehn Songs, die der hohen Erwartungshaltung nur in den ersten Momenten gerecht werden können. Das Album beginnt recht ansprechend als Mix aus altem At The Gates-Stoff, NWoAHM-Gedresche und New-School-Thrash, vereinsamt aber mit wachsender Spieldauer zu einem recht monotonen Wutklumpen, dessen wenige Vorzüge bereits nach den ersten Takten offenbar werden. Sound Of Silence trümmern nämlich mit größter Aggression durch ein recht leicht durchschaubares Fundament aus schnellen Rhythmen, dezenten Melodiebögen und wüstem Gebrüll, so dass allgemein hin schon nach den ersten zwei bis drei Songs alles gesagt ist. Zwar entschließt man sich im Laufe der 40-minütigen Extrembeschallung zu einigen interessanten Tempovariationen, die zumindest im Ansatz den Vergleich mit besagten amerikanischen Kapellen rechtfertigen, jedoch ist das Songmaterial im weitesten Sinne derart eindimensional gestrickt, dass einem bereits nach einigen wenigen Durchläufen die Lust daran schwindet.

Der feine Unterschied liegt nämlich vorwiegend im Verhältnis zwischen der einzelnen Komposition und dem Album als Ganzen. An sich betrachtet finden sich unter den insgesamt neun Tracks sicher das eine oder andere Highlight, jedoch ist der latente Mangel an Abwechslung für den fortlaufenden Genuss ein kaum tragbarer Störfaktor, der selbst die wirklich guten Momente auf „La Casa De Los Lamentos“ nachhaltig überschattet.

Fazit: Insofern bleibt den Spaniern vorerst nur der Durchschnitts-Status, welcher sich jedoch mit etwas mehr Spannung beim Songwriting schnell wieder abschütteln ließe. Man darf gespannt sein, wie es bei Sound Of Silence weitergeht; würde Abwechslung in Bälde schon etwas größer geschrieben, könnte aus dieser Band durchaus noch etwas werden.

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