Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Sotajumala: Kuolemanpalvelus

Brutaler Death Metal auf Finnisch
Wertung: 7/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 53:58 min
Release: 17.09.2010
Label: Cobra Records / Soulfood Music

Die finnische Death-Metal-Band Sotajumala (was im Deutschen soviel heißt wie „Kriegsgott“) treibt jetzt schon seit mehr als einem Jahrzehnt ihr Unwesen und hat in ihrem Heimatland schon mehr als nur Kultstatus erreicht, ist jedoch jenseits des hohen Nordens noch längst nicht in aller Munde. „Kuolemanpalvelus“ (was sich als „Zeremonie des Todes“ übersetzen lässt) ist nicht nur ein echter Zungenbrecher, sondern auch der neueste rotierende Tonträger der Finnen, die natürlich auch in Mitteleuropa und in Übersee ihre Popularität mit dem neuestem Wurf etablieren wollen. Das will natürlich nicht unüberlegt geschehen, also hat man sich für die neue Scheibe gleich mal drei Jahre Zeit gelassen.

 

Hört man sich das Ergebnis an, ist das erste, das einem auffällt, die signifikante Ähnlichkeit des Sounds mit dem von US-amerikanischem Todmetal aus der Schmiede von Cannibal Corpse oder gar Morbid Angel. Die Drums sind brutal, die Gitarren arbeiten hauptsächlich rhythmisch und der Sänger klingt ein bisschen wie George „Corpsegrinder“ Fisher. Schräge Melodien paaren sich mit bedrohlichen Grooves, wozu sich ab und an eine dissonante Lead gesellt. Das superschnelle „Paratiisin Kutsu“ (laut Google „Einladung Ins Paradies") bietet brutalen Death Metal mit düsterem Anstrich und außergewöhnlichen Drums, wie ihn die Herren aus den Staaten nicht besser machen könnten. Leider flacht die Platte nach diesem frühen Höhepunkt ein wenig ab, die nächsten Songs sind zu vorhersehbar und wirken ein bisschen so, als wären sie alle nach derselben Formel erstellt. Handwerklich gibt es nichts zu bemängeln, doch fehlender Einfallsreichtum macht die musikalische Leistung weniger genießbar. „Sinun Virtesi“ brennt dann allerdings wieder ein richtig authentisches Klangfeuerwerk ab und gewinnt durch den Einsatz von eigenwilligen Gitarrenparts und ein paar wirklich netter Riffideen an Originalität. Die Finnen schaffen es dann auch, das Niveau für den Rest des Albums hoch zu halten und haben sich was ganz Besonderes für den Schluss aufbewahrt, nämlich das gut eine Viertelstunde lange Titelstück, das sich als atmosphärische Klangreise entpuppt und dabei die besten Riffs des gesamten Longplayers zum Besten gibt.

 

Das dritte Studioalbum der Finnen mag zwar einige schwache Momente haben, doch die werden locker wieder wettgemacht, und im Endeffekt handelt es sich hier um eine gelungene, solide Death-Metal-Scheibe. Jeder, der auf Morbid Angel und das dazugehörige Konsortium steht sollte sich dieses Teil risikofrei genehmigen können. Auf der Punktetabelle lassen sich sieben Punkte verbuchen.

comments powered by Disqus

Top-Stimmung in der Markthalle auch an einem Mittwochabend

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands