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Soror Dolorosa: Blind Scenes

Eine Neuentdeckung noch ohne Ecken und Kanten
Wertung: 7/10
Genre: Gothic Rock
Spielzeit: 47:49
Release: 25.02.2011
Label: Beneath Grey Skies (Soulfood)

Der erste Song des insgesamt nur acht Track beinhaltenden Werks „Blind Scenes“ beginnt fade. „Crystal Lane“ wartet mit einem recht langen instrumentalen Stück auf, welches einfach nicht in Fahrt kommt. Auch als dann Andys Stimme erklingt, muss man beinahe zweimal hinhören, so leise ist die Stimme aufgenommen, Schlagzeug und wimmernde Gitarren bleiben im Hintergrund und es scheint, als würde Andy ganz am anderen Ende der „Lane“ stehen und versuchen, die Musiker singend zu überzeugen, zu ihm zu kommen. Das versucht er ganze sieben Minuten, zum Ende hin ist die Stimme scheinbar wirklich stärker oder, was viel mehr der Grund für diesen Eindruck ist, der Hörer hat die sieben Minuten genutzt, sich daran zu gewöhnen.

So steigen Soror Dolorosa in ihr Album ein. Die Gruppe aus Frankreich möchte damit nun auch in Deutschland punkten und überzeugen. Der zweite Song „Autumn Wounds“ ist stimmlich schon besser, auch die Aufnahme wirkt weitaus überzeugender. Düster romantische Klänge überzeugen mit einer tiefen, emotionalen Stimme. Kräftige Gitarren, das Schlagzeug klar heraushörend, schaffen, dass nun mehr Schwung aufkommt.

Einzuordnen sind die fünf Musiker aus Paris bzw. Toulouse im Bereich Gothic und Dark Wave: Düstere Romantik mit einer einprägsamen Stimme in englischer Sprache. Und obwohl ihr Erstlingswerk nur acht Tracks aufweist, kommt es dennoch auf eine Spielzeit von rund 48 Minuten, da die Spielzeit ihrer Songs nie unter vier Minuten beträgt.
Der Gesang Soror Dolorosas erinnert an vielen Stellen an The Sisters Of Mercy oder 69 Eyes und immer, wenn eine neue Band genau diesen Weg angeht und die Stimmfarbe des Sängers auch noch ähnlich der vorgenannten Bands ist, wird es umso schwieriger, seine eigene Nische zu finden.

„Low End“ zeigt auch wieder auf, wie viel Wert Soror Dolorosa auf die instrumentalen Stücke und Einstiege in ihre Songs legen. Auch hier ist über eine Minute nur das Gitarren-, Bass und Schlagzeugspiel zu hören. Andys Stimme gleicht hier leider dem des vorangegangenen Songs „Damaged Dreamer“. was sehr schade ist, denn er hat eine schöne Stimme, aber scheinbar noch nicht die Möglichkeit, diese zu variieren. Das aber muss er schnell tun, um den Hörer anzusprechen, denn anders als zum Beispiel Veljanov hat er keine so einprägsame und außergewöhnliche Stimmfarbe.

Der fünfte Song ist gleichnamig mit dem Bandnamen Soror Dolorosa. „Soror Dolorosa“ ist der kürzeste Song des Albums und unterscheidet sich anfangs kaum von der Melodie von den schon gespielten Songs.  In der Mitte des Songs wird er dann klagender und melancholischer und beißt sich auf diese Art fest.

„Scars Of Crusade“ und „In A Glance“ sind etwas und wirklich nur etwas schneller als die ersten Songs. Durch Andys Stimme wird das aber direkt wieder ausgeglichen. Leider ist sie der Grund für den Gleichklang des gesamten Albums. Das ist schade, denn sowohl von den Texten und auch der Tiefe der Stimme und dem Spiel der Instrumente sind Soror Dolorosa wirklich eine Neuentdeckung in der Kategorie.

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