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Sons Of Sounds: In The Circle Of The Universe

Viel Liebe, viel Magie, viel Melodie
Wertung: 8/10
Genre: Metal, Hard Rock
Spielzeit: 74:55
Release: 13.05.2016
Label: Fastball Music

Die Karlsruher Geschwister-Truppe Sons Of Sounds feiert dieses Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum und veröffentlicht das neue Album „Into The Sun“, das bereits auf dem Schreibtisch der Rezensentin wartet – Grund genug, auch das letztjährige „In The Circle Of The Universe“ unter die Lupe zu nehmen; rein der Vollständigkeit halber und weil die Platte tatsächlich ziemlich gut ist.

Auch Menschen, die mit Hardrock und stellenweise eher entspannterem Metal im Allgemeinen wenig anfangen können, sollten hier auf ihre Kosten kommen, denn: Spielfreude wird auf den 13 Songs großgeschrieben, die drei Musiker verbindet nicht nur das Blut, sondern auch die Leidenschaft für Musik, die direkt in Beine und Kopf geht. Dass da auch mal eine Prise Sternenstaub und Pathos verstreut wird, bleibt nicht aus – gerade bei der Hommage an die Band-Mama „From Stone To Dime“ macht das aber gar nicht so viel.

Überhaupt könnte man Sons Of Sounds auch gut als die Hippies unter den Metalheads bezeichnen, die Stimmung auf „In The Circle Of The Universe“ und auch bei Liveshows des Trios ist durchweg positiv, es geht um Zusammenhalt und ein bisschen auch um Magie, die man im Alltag viel zu schnell mal vergisst – da wird der Opener auch folgerichtig mit „Magic“ betitelt.

Als Videos wurden seinerzeit zwei der stärksten Songs der Platte veröffentlicht – „The Change“, ein Ohrwurm vor dem Herrn, sowie das wesentlich flottere „Movie Of My Life“; neben den frischen Gitarrensoli fasziniert vor allem Romans Stimme, die immer ein bisschen wehmütig klingt. Bei Songs wie „Ikana (New Awareness)“ wird dann das Tempo ordentlich angezogen, die Gitarren braten, und wer hier nicht von Metal spricht, der hat einfach keinen Plan oder ist taub. Der Song mag zwar recht sperrig anfangen, hier kommen aber auch mal etwas aggressivere Vocals zum Vorschein, immer wieder spuckt Roman die Texte dem Hörer kurz entgegen, nur um dann wieder in Klargesang zu switchen – so bleibt der Spannungsbogen straff gespannt.

Richtig Dampf bringt dann auch „Thirteen Crystal Skulls“, allerdings erst gegen Ende, wenn die deftigeren Gitarren ausgepackt werden und gedoppelter Gesang dem Song eine etwas gruselige Atmosphäre verleiht. Gerade in Titeln wie „My Star“ werden die Sangesqualitäten dann nochmal richtig in den Vordergrund gestellt, da könnte sich so mancher Vibrato-verunstaltende Power-Metal-Sänger noch mal eine Scheibe abschneiden, wie man auch solchen Gesang mit Emotion hinbekommt.

„Emotion“ ist überhaupt das große Stichwort auf „In The Circle Of The Universe“ und größtenteils bekommen die drei Brüder das auch sehr gut hin, ohne in Kitsch abzurutschen – wenn das doch mal geschieht, kriegen Sons Of Sounds Gott sei Dank aber schnell wieder die Kurve. Im Lichte dessen kann man also gespannt sein, wie das neue Album abschneiden wird – für das letztjährige Scheibchen können sich acht Punkte schon mal sehen lassen.

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