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Sonic Syndicate: Sonic Syndicate

Es haben sich einige Längen eingeschlichen
Wertung: 7/10
Genre: Modern Metal
Spielzeit: 47:24
Release: 04.07.2014
Label: Nuclear Blast Records

Bei Sonic Syndicate weiß man nie so genau, woran man eigentlich ist – und vor allem, wie man die Schweden finden soll. Allerdings: Seit Nathan Biggs als Sänger dabei ist (also seit der „Rebellion“-EP 2009) kann man die Truppe schon ein bisschen besser finden.

Das ist natürlich Geschmackssache und dass auch der eigene Geschmack Veränderungen unterliegt, erkennt man spätestens daran, dass man sich bei der 8,5-Punkte-Bewertung der letzten Platte „We Rule The Night“ ein bisschen an den Kopf fasst. Klar war die Scheibe gut, aber ein Punkt weniger hätte es sicher auch getan, zumal der erste Zauber nach spätestens zehn Wiederholungen verflogen war. Wobei – wer nimmt sich eigentlich heute noch die Zeit, eine Platte so oft zu hören?

Nun steht mit „Sonic Syndicate“ nach vier Jahren Liveshows und Songwriting ein selbstbetiteltes neues Album auf dem Plan, das wieder über Nuclear Blast erscheint und nach einem kurzen Blick auf die Trackliste zumindest interessante Titel und mit Herrn Speed von Soilwork auch einen ebensolchen Gastauftritt beinhaltet – dazu gleich mehr.

Der schwedische Vierer fährt wieder alles auf, was er so in petto hat: klare Refrains, große Melodien, die schon teilweise am Kitsch kratzen, ein technisch hohes Niveau der Instrumentalisten und einen Sänger, der variabler daherkommt als noch beim letzten Album. Da wird mit einem recht klassischen „Day Of The Dead“ ins Album gestartet, das von einer Hassliebe singt und dabei im Refrain zum Ohrwurm mutiert, der fast ein bisschen klebrig daherkommt – aber eben nur fast. Sobald man sich abwenden will, kommen knackige Drums ins Spiel und Biggs schaltet in den Aggro-Gang um, sodass der Track letztlich doch auf der Anspieltippliste landen muss.

„Black Hole Halo“ bringt dann die erste Länge ein, „My Revenge“ startet überraschend im klassischen Tech-Industrial-Metal-Gewand, Biggs legt den Fokus auf eine Art geschrienen Sprechgesang, was sicher unheimlich anstrengend ist, aber gut zum sterilen Sound des Songs passt – nur der Klargesang vermag hier nicht so richtig zu wirken. Glücklicherweise wird im Refrain aber wieder losgelegt – ein ungewöhnlicher Track für die Schweden, aber keineswegs fehl am Platz.

„Before You Finally Break“ widmet sich dann der schwedischen Brüderlichkeit zwischen Biggs und Björn „Speed“ Strid, entsprechend brachial geht es zu Werke, bevor die beiden sich im klaren Refrain ein wahres Battle liefern. Insgesamt vertritt Speed mit seiner etwas höheren Tonlage recht deutlich die klassische Göteborger Schule, während Biggs sich mehr dem modernen, an Metalcore erinnernden Shouts verschrieben hat – eine gute Mischung und jeder kann für sich selbst entscheiden, was ihm besser gefällt.

Wirklich beeindruckend wird es dann wieder bei „Catching Fire“, obwohl der Refrain auch hier wieder näher in der Kitschecke angesiedelt ist – aber einer Gänsehaut kann man sich einfach nicht erwehren, dafür legt Biggs einen viel zu guten Auftritt hin. Tracks wie „It Takes Me“ haben dann wieder eindeutig zu nahe am Keyboard geparkt, was zwar zum Stile der Band gehört, aber sicherlich Geschmackssache ist. Ähnlich geht es einem bei „So Addicted“, das zwar einen recht klassischen Sonic-Syndicate-Schlag hat, aber wesentlich zu viel Pathos abbekommen hat und deshalb zumindest bei mir recht schnell mit der Skiptaste belohnt wird.

Schade, dass sich gegen Ende noch ein paar Längen eingeschlichen haben, so kommt „Sonic Syndicate“ nicht an die Wertung der letzten Scheibe heran. Allerdings muss man sagen, dass hier verhältnismäßig viel Abwechslung für eine Band geboten wird, die ihren Stil schon von Anfang an recht deutlich definiert hat und nur selten abweicht. Einige wunderbare Momente gibt es auch hier – macht unterm Strich sieben Punkte.

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