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Sonic Syndicate: Rebellion EP

Zwar eher eine Single-CD statt EP, aber ein genialer Ausblick aufs Album
Wertung: 9/10
Genre: Melodic Death Metal, Metalcore
Spielzeit: 11:21
Release: 06.11.2009
Label: Nuclear Blast

Sonic Syndicate sind trotz ihrer jungen Jahre bereits so etwas wie eine Institution. Die Schweden sind nicht umsonst bei Nuclear Blast unter Vertrag, wo sie sich in bester Gesellschaft befinden; unter anderem teilen sie sich das Label mit Hochkarätern wie Kataklysm, Belphegor, Threat Signal oder Nile. Das Elite-Label hält große Stücke auf das Sextett und das - wie sie mit inzwischen drei Alben bewiesen haben - völlig zu Recht.

Die erst 2002 gegründete Band kann mit beachtlichen Erfolgen aufwarten, die unter anderem den letzten beiden Werken "Only Inhuman" und "Love And Other Disasters" zu verdanken sind. Außerdem haben die fünf Mannen und eine Dame inzwischen jedes erdenkliche größere Festival, das auf der weiten Metal-Welt existiert, bespielt und eine gewaltige Fanbase an Land gezogen.

Selbige wird sich wie ein Schnitzel über die Ankündigung freuen, dass im Frühjahr 2010 ein neues Album der Falkenberger erscheinen soll. Einen ersten Vorgeschmack gibt´s in Form der "Rebellion EP", die eigentlich eher eine Single-CD als eine echte EP darstellt. Zwar enthält die Scheibe zwei neue Songs, die uns den Mund auf die neue Platte wässrig machen sollen, allerdings ist das für eine EP rein quantitativ relativ mau.

Qualitativ gesehen allerdings lässt die "Rebellion EP" keinerlei Wünsche offen. Im Gegensatz zu "Love And Other Disasters" geht das Sextett hier deutlich härter zu Werke. Erst im April trennte sich Sänger Roland Johansson von der Gruppe, die mit dem Engländer Nathan J. Biggs allerdings schon einen würdigen Nachfolger gefunden hat. Co-Sänger Richard Sjunnesson hat hörbar Spaß mit seinem neuen Kollegen; die beiden ergänzen sich perfekt, der gewohnt hymnenhafte Chorus der ersten Single "Burn This City" tut sein Übriges. Auch die Gitarrenarbeit der beiden übrigen Sjunnesson-Brüder Roger und Robin fällt weit druckvoller aus als auf den älteren Scheiben, was dem Song sehr gut zu Gesicht steht.

Auch "Rebellion In Nightmareland" präsentiert sich als typischer Sonic Syndicate-Song. Auch hier zeigt sich, zu welch präzisen Musikern die Band sich entwickelt hat; die phasenweise eingesetzte Doublebass knüppeln ordentlich, die Gitarren und auch der Gesang klingen extrem energiegeladen. Man merkt der Band definitiv an, wie glücklich sie mit Biggs als neuem Zweit-Sänger ist, der sich mehr als motiviert zeigt. Vor allem die Growls klingen genial, in Kombination mit dem klaren Gesang wirkt die Band core-lastiger, aber gleichzeitig auch erwachsener als auf dem Vorgängeralbum.

Trotz der wenigen Songs dürfte Sonic Syndicate-Fans beim Hören der EP das Wasser sprichwörtlich im Mund zusammenlaufen. Die Band besinnt sich auf ihre Stärken: energiegeladene Instrumentals, großartige Melodien und zwei Sänger, die besser kaum zusammenpassen könnten. Eigentlich müsste diese Scheibe die volle Punktzahl erhalten, aufgrund des überflüssigen Radio Edits statt weiterem Songmaterial muss ich schweren Herzens einen ganzen Punkt abziehen. Trotzdem: Sonic Syndicate zeigen sich hier definitiv von ihrer Schokoladenseite und machen Lust aufs neue Album.

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