Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Someone's Missing: Toys

Steinige Wege lassen manchmal Gutes entstehen, so auch hier
Wertung: 8/10
Genre: Alternative Rock
Spielzeit: 18:45
Release: 26.08.2009
Label: Eigenproduktion

Someone`s Missing aus Nordrhein-Westfalen haben sich dem Alternative Rock gewidmet. Die Band besteht schon seit dem Jahre 2006, hat es aber bis jetzt erst auf zwei Veröffentlichungen geschafft. Die zweite aus dem letzten Jahr liegt mir nun glücklicherweise vor. Aber zuvor hinderten diverse Besetzungswechsel die Band am größeren Durchstarten. Dies ging sogar soweit, dass man kurz davor stand, die Gitarren und Drumsticks an den Nagel zu hängen und das noch viel zu kurze Kapitel Someone`s Missing vorzeitig zu beenden.

„Not A Mother“ ist der Opener der Scheibe benannt. Sofort fällt die kraftvolle, starke Stimme von Stephi Ferres auf. Dazu gesellt sich gute Rockmusik. Klangmeister Sigi Bemm (Woodhouse Studios) hat der Band einen tollen Sound gezaubert. Kraftvoll und energetisch rockt die Band. Das gefällt und entwickelt sich nach fast zehn Durchgängen auch zu einem klitzekleinen Ohrwurm. Gute Nummer, die auch in die Radiolandschaft passen würde.

„Toys“ kommt mit mehr Groove daher, die Gitarren von Michael Nühlen und Torsten Stoltenow sorgen für Stimmung. Der Kopf nickt gefällig mit, aber alles wird eigentlich hauptsächlich von der Sängerin aufgewertet, wobei das Solo der Saiteninstrumente schon was hat. Aber da liegt das nächste Problem der Band: Stephi legt zur Zeit eine Babypause ein. Für sie eingesprungen ist Diana, die aber hier auf der CD nicht zu hören ist.

„All That Remained“ kann da noch einen drauflegen. Bassist Marc Fröhlking darf etwas in den Vordergrund und sorgt mit dem Schlagzeug von Thomas Wilegalla und dem überragenden Gesang für richtig Feeling. Sehr reduziert kommen die Gitarren daher, die nur ab und zu stärker eingreifen dürfen. Da hat die Band einen ausgewachsenen Ohrwurm komponiert. Kein Wunder, dass die Band letztes Jahr der Gewinner des „Love My Music Awards“ wurde.

„Too Dead To Die“ weiß auch zu gefallen, aber man wünscht sich, dass mal etwas Aufregenderes passiert, dass Stephi mal richtig abgeht oder gitarrentechnisch mal wirklich Budenzauber fabriziert wird. Das wäre mal was, aber wie gesagt: Auch so rocken die Fünf ordentlich.

„White Noise“ punktet da schon deutlich mehr. Mit gehörig Groove wird der Song eröffnet und der Schädel nickt kräftig mit. Die Melodie gefällt, gerade auch deshalb, weil man hier keine zu hohe Fiepsstimme hat, sondern hier geht das Ganze irgendwie bodenständiger von statten. Man erwischt sich auch Tage später dabei, wie einem der Refrain in den Kopf kommt und man vor sich hinsummt.

Fazit: Eine wirklich gelungene Demo, die Lust auf mehr macht. Ohne zu wissen, wie der Ersatz am Mikro ist, kann ich nur befürchten, dass es die Band ohne Stephi schwer haben wird, denn zu jedem Zeitpunkt sticht sie aus dem Sound hervor und krönt die Musik mit ihrem Organ. Es wäre schön, wenn die Band weiter aktiv bleibt, hoffen wir das Beste.

comments powered by Disqus