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Solitary Experiments: Compendium 2

Das zweite Best-Of überzeugt wie das erste
Wertung: 9.5/10
Genre: Elektro
Spielzeit: 76:15
Release: 22.10.2010
Label: Out Of Line Records

Solitary Experiments erblickten schon 1994 das Licht der Elektrowelt. Nun also sind sie sechzehn Jahre am Markt und das war schon 2007 Grund genug, ein „Compendium“ zu veröffentlichen. Nun also ist es für die Berliner Dennis Schober, Michael Thielemann, Steve Graeber und Frank Glaßl Zeit für „Compendium 2“. Wieso ist es denn nun statt einem neuen Album zu einem weiteren Best Of gekommen? Ganz einfach, man möchte den Fans, die sechzehn Jahre treu geblieben sind, erneut danken. Und das vorliegende Album ist tatsächlich ein ganz besonderes Dankeschön an alle Fans, denn es enthält fünfzehn bisher nicht veröffentlichte Remixe für Solitary Experiments und Kollaborationen mit anderen, befreundeten Bands.

„Compendium 2“ ist aber nicht nur ein Werk für Fans, es ist auch eine schöne Einführung in das Werk der Berliner Electro-Rock-Band. Solitary Experiments zeigen generell ihre Stärke im melodiösen Electro-Rock-Genre und durch die verschiedenen Remixe wird dem noch ein Touch mehr Electro eingehaucht. Soll ein bestimmter Song herausgenommen werden, beginnt es schwer zu werden, denn es sind tatsächlich fünfzehn sehr gute Stücke auf einen Silberling gepresst wurden. Solitary Experiments, die sowohl in deutscher, als auch in englischer Sprache unterwegs sind, haben auch hier deutsche und englische Songs ausgewählt. Der Song „Seele Bricht“ ist ein Beispiel dafür, wie viel Elektronik ein Song von Solitary Experiments verträgt, ohne dass er seine Form verändert und noch wieder erkannt wird. Toller Mix von :Wumpscut:, die im allgemeinen härter auftreten als Solitary Experiments.

Interessant ist die Version von „Delight“. Hier wurde eine Goth-Rock-Band aus Berlin gefunden, die schon seit 1990 auf der Bühne steht, Sepulcum Mendis. Sie haben dem vormals elektronischen Song mit Gitarren und mehr Rock ein komplett neues Gewand gegeben. Die Kollaboration mit Kirlian Camera, der italienischen Goth-Electro-Band ist auch zwingend zu hören, wo aber wieder zu sagen ist, dass jeder der Songs gut ist und es keinen gibt, der schlecht oder um Lücken zu füllen auf dem Sampler ist. Durch die verschiedenen Kollaborationen ist es sogar so, dass der Fan von Solitary Experiments weitere Bands präsentiert bekommt wie eben Kirlian Camera, Necessary Response oder Analogue Brain. Somit gelingt über die favorisierte Band ein tieferer Blick in das Genre Electro. Wieder ein Muss für dieses zweite Compendium.

Interessant ist nicht nur die Zusammenstellung von bisher unveröffentlichten Remixen und Stücken, die von Solitary Experiments ein neues Kleid erhalten haben, sondern auch die Tatsache, dass von diesem Sampler nur 1500 Einheiten gepresst wurden und er somit nur in limitierter Edition zu kaufen ist. Eile ist somit geboten, denn es lohnt sich. Und die Sorge, dass nach sechzehn Jahren die Luft raus ist und nur noch altes Material generalüberholt wird, kann auch direkt genommen werden: Solitary Experiments arbeiten an einem neuen Album mit neuen Tracks. Aber bis dahin tröstet „Compendium 2“ ein sehr gutes Stück.

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