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Solfernus: Hysteria In Coma

Im großen Kreis mit guter Laune und eher minderen Anspruch auf die Musik kann man die CD durchaus hören
Wertung: 6/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 34:18
Release: 27.11.2006
Label: Shindy Productions

Wer sich mal nach Tschechien verirrt, der wird schnell merken, dass Kultur und das eben damit verbundene Kulturgut im steten Wandel stehen. Es wird viel experimentiert, doch was uns wirklich interessiert sind die musikalischen Werdegänge. Wie geht’s im Osten eigentlich musikalisch zu?

Der Osten hat im Metalbereich eine Sonderstellung, da eben jener Bereich des Death Metals größtenteils von Schweden und Amerikanern und der Black Metal Bereich eher allein von Skandinaviern behauptet wird. Wer nun meint, dass der musikalische Erfinderreichtum nicht unbedingt im Osten beheimatet ist, der wird auch bei Solfernus nicht belehrt werden.

Im Sommer 2005 machten sich die vier Tschechen auf, um im Studio von Shaark extremen Metal zu performen. Black / Death Metal im puren Sinne. Raue Gitarren und eine Old School Death-Stimme geben sich hier die Blöße. Die Texte beheimaten die jungen Frauen, die durch des Mörders Hand zur Strecke gebracht werden. Luzifer ist auch ein gern gesehener Gast und so kann man sich die musikalische Innovation vorstellen.

Solfernus begeben sich auf eine Ebene mit so vielen Black Metal-Acts, die weder etwas Neues im musikalischen Sinn versuchen, noch haben sie einen sonderlich speziellen Stil, oder verausgaben sich in wertvollen Lyrics. Man findet sich schnell wieder bei einem Abziehbild amerikanischer Vorbilder. Es mag Liebhaber dieses eher primitiven Sounds geben und diese können durchaus ihren Spaß mit „Hysteria in Coma“ haben. Stetig schnelle Beats wechseln mit durchaus gröhlbaren Parts und für‘s Auge ist auch etwas dabei.

Nun komme ich zum Schmankerl der CD: In Sachen Promotion verstehen sich Solfernus durchaus gut. Nicht nur das Artdesign ist gut gelungen, nicht zuletzt durch die Mitarbeit eines befreundeten Fotostudios, nein, der eigentliche Eyecatcher ist der Videoclip.

Vier grimmige Typen mit Leder, Nieten und viel eigens inszenierten grimmigen Blicken tragen sich selbst zum Besten und schicken zwei eher leicht bekleidete Damen ins Bild, um das nüchterne Publikum einzuheizen.

Für eine Fete im großen Kreis mit guter Laune und eher minderen Anspruch auf die Musik kann man die CD durchaus hören. Die Tschechen haben Spaß an ihrer Musik und dies überträgt sich. Doch jeder, der auf durchdachte Musik und Abwechslung steht, lässt lieber seine Finger davon.

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