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Snovonne: It’s Sno, Baby - Not Sugar

Junge Goth-Rockerin: verrucht und mit ordentlich Feuer
Wertung: 9.5/10
Genre: Goth Rock
Spielzeit: 66:10
Release: 11.06.2010
Label: Magic Minds Records

„It’s Sno, Baby - Not Sugar“ ist Gothic Rock von einer 25-jährigen Sängerin, die ihre Kindheit abwechselnd in den USA, in England oder in der Slowakei verbracht hat. Von Snovonne ist die Rede, einer jungen Frau, die provoziert, die auftritt und so schnell nicht mehr vergessen wird. Eine erwachsene und wesentlich authentischere Avril Lavigne. Die Sängerin Snovonne hat eine Band als Unterstützung, die liebevoll Snoband genannt wird und aus vier Mitgliedern besteht. Da wären zum einen Ed Balko an der Gitarre, Peter Bales am Bass, Lukas Michalek hinterm Schlagzeug und das Maskottchen, der einäugige Simon.

„It’s Sno, Baby - Not Sugar“ ist das Debüt-Album der jungen Gothic Rockerin und wurde im hauseigenen Studio in London aufgenommen. Ist Snovonne nun der neue Stern oder einer unter vielen? Die Aufmachung des CD-Covers erinnert dann auch sehr stark an Emilie Autumn, verrucht, verspielt und die Dekoration des Booklets und die dort dargestellten Fotos gehen in die ähnliche Richtung.

Der Titel des Albums und des ersten Songs klingen genauso provokativ, wie Snovonne sich selber über ihre Sängerin darstellen. Kokain als Aufmacher, als Teaser für eine Goth Rock-Band, die eigentlich jenseits der Glamour-Welt steht. Und doch sieht die Sängerin Snovonne es als ihre erste Pflicht an, vor diesem Teufelszeug, was so harmlos (wie Zucker eben) ausschaut, zu warnen. Die Stimme Snovonnes hat einen enormen Wiedererkennungswert, es ist keine klassisch ausgebildete Opernstimme, und dabei durchdringend und bleibt vielleicht deswegen schon im Gedächtnis, auch wenn die CD nach sechzehn Tracks verstummt.

Die Musik, die Snovonne machen, ist eine Mischung aus Gitarren und industriellen Einflüssen und zeigt so auch Wandlungsfähigkeit. Sie lassen sich nicht in Schema F pressen, wo sie dann nicht mehr heraus kommen. Die Songs sind alle unterschiedlich und werden über Snovonnes Stimme miteinander vereint. Sie kann sowohl kraftvoll mit Nachdruck singen, aber auch Melodien wie beim Song „2 Damn Years“ stehen ihr sehr gut und zeigen die Facetten ihrer Stimme. Songs wie „Wasting Time“ oder „If I’m Not Me Then Who Is“ zeigen, dass nicht nur das Artwork der CD an Emilie Autumn erinnert, sondern auch die Musik, die Snovonne nun veröffentlicht haben. Das aber ist nicht schlimm, hinterlässt auch keinen faden Beigeschmack, denn hier handelt es sich um die rockigere Version und nicht die klassische Version, wie wir von Emilie Autumn kennen. Wird das Album das erste Mal am Stück gehört, fallen die Unterschiede erst gar nicht so sehr auf. Erst beim zweiten Hören fallen die Tiefen der Songs auf, so zum Beispiel beim vorletzten Song „Tears Are Pretty“. Hier bilden Instrumente wie Keyboard, Schlagzeug, Gitarre und Elektro-Zutaten eine tolle Einheit mit der Stimme Snovonne, nichts davon dürfte fehlen.
 
„Wasting Time“, der Song, der auch als Single auskoppelt wurde, zeigt eine attraktive Facette von Snovonne: den Fokus auf außergewöhnliche Texte. Es ist nie sofort ersichtlich, was Snovonne nun mit dem Text erreichen wollen, nur eines ist sicher: nicht anhören und einschlummern, sondern nachdenken ist hier angesagt.

Snovonne bringen mit ihrem Debütalbum nichts vollkommen Neues in die Regale des Goth Rocks, aber sie schaffen es, mit dem Erstling zu überzeugen.

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