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Sly Old Dog: The Harder They Fall

Alles was das Hardcore-Herz begehrt
Wertung: 8,5/10
Genre: Hardcore
Spielzeit: 11:37
Release: 06.04.2019
Label: SCR Records

Bereits 2014 formierte sich die Hardcore-Truppe Sly Old Dog im schönen Schwabenland, ganze vier Jahre hat es dann doch gedauert bis man mit „The Harder They Fall“ den Nachfolger der damals recht flott erschienenen "Fuck You Very Much"-Scheiblette von 2015 beisammen hatte. Das war sicherlich auch anderen Verpflichtungen der Bandmitglieder geschuldet, Fronter Kubo kennt man beispielsweise auch als Sänger der mittlerweile aufgelösten Scuffproof.

Nun hat die Truppe also bereits Anfang April die EP veröffentlicht, als Appetizer gab es vorneweg den Brecher „Megiddo“, der so ziemlich als Blaupause für die restlichen Songs dienen kann: Es gibt direkt auf die Fresse, da wird nicht lange diskutiert, man schwimmt in Old-School-Gewässern, Gottlob ohne dem teils grottigen Sound älterer HC-Scheiben nachzueifern. Große Überraschungen kann man auf „The Harder They Fall“ natürlich vergeblich suchen, wobei aber ein Punkt schon mal rausgeht an das Cover-Artwork, das wahnsinnig cool und detailreich ausgefallen ist.

Insgesamt geben sich Sly Old Dog dem Hardcore der Neunziger hin: „Shut You Out“ hätte so ähnlich auch sehr gut von Sick Of It All stammen können, Kubos Bissigkeit hebt die Truppe dann doch ein wenig von anderen Hardcore-Combos ab, eingestreute Tempowechsel und rasante Gitarren tun ihr Übriges. Obligatorisch ist natürlich das galoppierende Schlagzeug, das noch mal ordentlich Tempo in die Sache bringt und wunderbar zu den überraschend düsteren Gitarren passt. Am meisten punkten kann die Truppe dann aber im letzten Drittel, wenn noch mal so richtig Fahrt aufgenommen wird – den ersten Anspieltipp haben wir also schon mal.

Eine absolute Granate stellt dann der Titeltrack dar, der direkt von Beginn an losballert und einem ordentlich pumpenden Refrain zum Mitsingen bietet, der dem Track einen ordentlichen Wiedererkennungswert beschert, was in diesem Genre auch nicht unbedingt leicht zu schaffen ist. Auch das Finale wird mit einer absoluten Abrissbirne bestritten: „B.L.D.“ punktet mit wahnsinnigen, heiseren Shouts und einem Prügel-Rhythmus, auch hier darf aber der beinah ohrwurmige Refrain nicht fehlen, auch hier sammelt sich die Truppe zu ordentlichen Gangshouts – eigentlich beinhalten vor allem diese letzten beiden Tracks so ziemlich alles, was man sich als (Old School-)Hardcore-Fan wünschen kann.

Sly Old Dog kommen mit ordentlich Bums um die Ecke, zerlegen in gerade mal zwölf Minuten Spielzeit alle Einrichtungsgegenstände und hinterlassen links einen leichten Tinnitus und rechts ein blutendes Innenohr sowie eine Ladung blaue Flecken. Einfach schön.

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