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Slipknot: Iowa - 10th Anniversary Edition

Happy Birthday, "Iowa"!
keine Wertung
Genre: Nu Metal, Metal
Spielzeit: 221:19
Release: 28.10.2011
Label: Roadrunner Records

Ob man sie mag oder nicht, aber wer Slipknot nicht kennt, der hat die letzten Jahre - ach, was sag ich, Jahrzehnte! - völlig verpennt. Zehn Jahre ist es nämlich mittlerweile her, dass das zweite Album "Iowa" der inzwischen durch den für alle Fans überraschenden und bis dato unerklärten Tod des Bassisten Paul Grey (R.I.P.!) auf ein Oktett zusammengeschrumpften Truppe erschien, auf die Menschheit losgelassen, um den Status zu untermauern, den zwei Jahre zuvor das selbstbetitelte Debüt schuf. Slipknot galten als Irre, wie sie da mit ihren Masken auf der Bühne herumsprangen, sich und das Publikum mit sämtlichen Körperflüssigkeiten eindeckten und auch mal in Interviews die Einrichtung zerlegten. Die Masken, die der Neuner bei jedem Auftritt trug und die inzwischen schon mehrfach umgewandelt wurden, trugen ihr Übriges zum Mysterium Slipknot bei.

Happy Birthday also für zehn Jahre gestörte Aktion auf, hinter und vor der Bühne, auf zehn Jahre ständiger Entwicklung und auf unzählige erfolgreiche Konzerte. Die "10th Anniversary Edition" von "Iowa" lässt wenig zu wünschen übrig, besteht sie doch aus zwei CDs und einer DVD. Die erste CD enthält natürlich das komplette Album plus einem "New Abuse Mix" von "My Plague", der so auch schon auf dem ersten "Resident Evil"-Soundtrack zu finden war. CD zwei, die uns hier als einzige vorliegt, beinhaltet das legendäre London-Konzert von 2002, das auch schon auf der "Disasterpieces"-DVD zu Ehren kam und einen Meilenstein in der Bandgeschichte darstellt. Auf der DVD schließlich finden sich neben den Videos zu "My Plague", "Left Behind", "The Heretic Anthem" und "People = Shit" auch ein einstündiger Film mit dem Titel "Goat", der die Jungs in der "Iowa"-Zeit beleuchtet; Regie geführt hat bei dem Spaß der "Clown" M. Shawn Crahan und wer den Mann kennt, der ahnt, dass man hier mindestens verfaulte Vögel und überfahrene Tiere zu sehen bekommt. 

Nun also zu der Live-CD von "Disasterpieces", die wir hier vorliegen haben. Von "Left Behind" über "People = Shit" und "Wait And Bleed" ist hier alles vertreten, was das Fan-Herz begehrt, aber natürlich dürften die meisten Slipknot-Liebhaber die dazugehörige DVD längst im Schrank stehen haben. Besser wäre es gewesen, ein bisher unveröffentlichtes Konzert auf die CD zu packen, an Auswahl dürfte es da ja kaum mangeln. Man kann hier nicht gerade von einem Über-den-Tisch-ziehen reden, aber taktisch unklug ist die Entscheidung für den London-Auftritt allemal.

Die Verfasserin dieses Reviews jedenfalls bekommt beim Hören der CD ein ganz nostalgisches Gefühl, erst recht, wenn man bedenkt, dass den Jungs jetzt ein guter Freund und Bassist fehlt (Sänger Corey Taylor hat sich von seinem verstorbenen Bassisten ja sogar ein Gedenktattoo stechen lassen, bei dem vermutlich mehr Tränen flossen als Farbe), und vor allem handelt es sich hier ja um Aufnahmen aus der relativen Frühphase der Band. Damals war noch nicht abzusehen, wie erfolgreich Slipknot mal werden sollten, obwohl natürlich der Grundstein mit den ersten beiden Alben gelegt war und man die technischen Fähigkeiten der Mitglieder weit über die Grenzen des Genres hinaus lobte; bestes Beispiel hierfür ist das knapp vierminütige Drumsolo von Joey Jordison, das wohl jedem Schlagzeuger die Kinnlade ausgerenkt hat. 

Unvergessen ist auch das Massen-Sit-In bei "Spit It Out", zu dem sich die komplette Halle auf den Boden niederlässt, DJ Sid nach unten zu den Fans steigt und nach einiger Zeit mit völlig zerfetzten Overall wieder auftaucht, während die Meute zum vereinbarten "Jump the fuck up!" in die Höhe springt. Gänsehaut ist hier in jedem Fall vorhanden, egal wie oft man sich diesen Teil anhört. 

Das Fazit sieht trotz Fan-Dasein gespalten aus: Die Live-CD finde ich persönlich fast unnötig in dieser Zusammenstellung, dafür hat die DVD sicherlich einiges an Wert für Fans. Echte Die-Hard-Fans werden sich die "10th Anniversary Edition" in jedem Fall holen; jeder, der das"Iowa"-Album und die "Disasterpieces"-DVD bereits zu Hause hat, sollte sich den Kauf schon aus finanziellen Gründen zweimal überlegen. 

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