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Slipknot: All Hope Is Gone

Slipknot zeigen sich nicht so zügellos wie sonst
keine Wertung
Genre: Nu Metal, Alternative Metal
Spielzeit: 57:44
Release: 22.08.2008
Label: Roadrunner Records

Nach vier großartigen Studioalben und unzähligen Welttourneen sowohl als Support als auch in der Headlinerposition befinden sich Slipknot im Jahr 2008 in der Position, ein bahnbrechendes viertes Album liefern zu müssen. Unstimmigkeiten untereinander und mit Produzenten vereinfachten den Prozess nicht gerade, desweiteren hatte sich ja schon auf dem Vorgänger ein Hang zu „softeren“ Stücken abgezeichnet, die zwar qualitativ nicht hinter den härteren Songs zurücksteckten, aber sicherlich an der „Glaubwürdigkeit“ der Band in der Nu-Metal-Szene kratzten. Man war also als Fan wie auch als Kritiker (was ja meistens so ziemlich auf dasselbe hinausläuft) durchaus gespannt was der Neuner aus Iowa mit „All Hope Is Gone“ fabrizieren würde.

Der Name war dann erst mal Programm, denn das Album wurde keineswegs so positiv aufgenommen wie beispielsweise noch die „Iowa“-Platte. Songs wie das radiotaugliche „Dead Memories“ trugen ihren Teil dazu bei, auch konnte man bei den ersten Durchläufen nur schwer Favoriten ausmachen und selbst nach elf Jahren fällt es zumindest mir oftmals noch schwer, mehr als drei überragende Songs dieser Scheibe zu nennen. Ganz klar mit auf der Liste steht dann aber die Vorabsingle „Psychosocial“, die zwar mit einem ziemlich stumpfen Beat aufwartet, dafür aber seinerzeit in den entsprechenden Rockclubs rauf und runter lief und einfach eine gute Grundlage zum Ausrasten bot.

Schon im ersten Durchlauf wird klar: Es fehlt auf lange Sicht das Manische, Zügellose, das die Band bisher hauptsächlich auszeichnete. Da kommt zwar schon zu Beginn des Albums Tracks wie „Gematria (The Killing Name)“, und obwohl hier durchaus die härtere Schiene gefahren wird, orientiert sich das Stück eher an klassischeren Metalstilen. „Vendetta“ kann dann mit fast schwarzmetallisch-düsteren Gitarren überzeugen, gesanglich wäre der Song aber auch auf einem Stone Sour-Album gut aufgehoben. „Butcher‘s Hook“ provoziert dann mit seinen verschleppten, tief angelegten Melodien ein Aufhorchen und kann sich zwar nicht als typischer Slipknot-Song, aber doch als Anspieltipp auf‘s Treppchen stellen.

Ganz großes Kino ist dann das düstere „Gehenna“, das hauptsächlich mit tiefem Sprechgesang eine wahnsinnig erdrückende Stimmung aufbaut, zwischendurch eingestreute Shouts verbreiten die passende Gänsehaut und dann schießt ganz plötzlich Klargesang dazwischen – und wo wir gerade bei Klargesang sind: Mit „Snuff“ hat es die nahezu perfekte Ballade auf die Platte geschafft, versehen zwar mit einem etwas verstörenden Video, aber durchweg gelungen und auch nach elf Jahren immer noch den ein oder anderen Durchlauf wert.

Der erste richtig „typische“ Slipknotsong auf „All Hope Is Gone“ ist dann erstaunlicherweise erst auf Position neun zu finden und trägt den klangvollen Namen „This Cold Black“ - ein fieser Pitbull von einem Song, der sich direkt in den Hörer verbeißt und mit spektakulärem Drumming aufwartet. Lange genug hat man ja gewartet um die Herrschaften mal wieder in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben. Überhaupt scheint die Truppe eher zum Ende der Scheibe noch mal ordentlich Luft zu holen, Fronter Corey Taylor quetscht das Letzte aus seinen Lungen heraus und festigt wieder mal seinen Ruf aus außerordentlicher Sänger. Nur der klare Refrain mag hier nicht so recht passen, beweist aber zumindest, dass die Truppe immer noch bereit für Experimente ist, ob sie nun unterm Strich gelingen oder nicht.

Versehen ist diese Special Edition mit drei Bonustracks: Das druckvolle „Child Of Burning Time“ hätte auch wieder wunderbar zu Taylors Zweitband gepasst, kann aber auch auf „All Hope Is Gone“ noch Punkte einfahren; über die Notwendigkeit des „Vermilion Pt. 2“-Mixes kann man sich dann streiten, dafür zeigen die Amis bei „‘Til We Die“ noch mal ihre experimentellere Seite – geschrieben vom „Clown“ Shawn Crahan wohnt dem Track eine derartig depressive Note inne, dass man bei jedem Hören wieder Gänsehaut und ein beklemmendes Gefühl bekommt. Ein absoluter Knüller, der es zu Unrecht „nur“ unter die Bonus Tracks geschafft hat und einen Platz auf der richtigen Albumtracklist mehr als verdient hätte.

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