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Sleep Of Monsters: Produces Reason

Düsterer, melodischer Rock in Reinform
Wertung: 8/10
Genre: Occult Rock
Spielzeit: 48:04
Release: 07.11.2014
Label: Svart Records

In ihrer Heimat Finnland sind sie schon länger bekannt, jetzt kommen Sleep Of Monsters auch in den Rest der Welt. Das Debüt-Album „Produces Reason“ besteht aus 10 Tracks inklusive einem Bonuslied, welche alle recht düster gelagert sind und ihr Hauptaugenmerk auf den dunklen, rauchigen Gesang von Ike Vil legen. Abgerundet wird das Ganze durch die mal rockigen, mal melodischen Gitarren und einen stets stilgerechten Backgroundgesang.

Bereits im zweiten Lied der CD, das 35-sekündige Intro ausgeblendet, zeigt die Band ihre volle Stärke: Die Gitarre treibt das Tempo voran und bereitet die Melodie vor. Aber das Optimum erreicht der Song durch den einprägsamen und facettenreichen Gesang. Ike schafft es mühelos, den Zuhörer zu bannen und das Lied zu formen. Gemeinsam mit dem Rest der Band entsteht so ein rockiger, Midtempo-Sound, der mit seiner eingängigen Melodie das Potenzial zum Ohrwurm hat.

Noch etwas stärker zur Sache geht es im dritten Song.Hier kommen auch die sogenannten Furies richtig zum Einsatz. Dabei handelt es sich um die drei Background-Sängerinnen, deren Gesang ein Gegengewicht zur Frontstimme bildet und diese gleichzeitig noch hervorheben. Die Gitarre kommt hier kräftiger zur Anwendung, teilweise mit fast schon metallastigen Riffs. Dieses Element passt sich dann auch hervorragend an und erzeugt eine kräftige Klangwelt.

Etwas ruhiger, aber nicht weniger düster, geht es in „Murder She Wrote“ zu. Und wieder ist es vor allem der Gesang, der hier die Atmosphäre schafft, unterstützt wird Ike diesmal vom weiblichen Background-Gesang, der die Stimmung noch zusätzlich verdichtet. Die Gitarren, sowohl akustisch als auch elektrisch, heben das Ganze noch zusätzlich hervor, immer unterstützt vom Takt gebenden Schlagzeug. Kurz gesagt ist hier ein Lied entstanden, in das man komplett einsinken kann.

Richtig melancholisch wird es mit dem vorletzten Stück auf der Platte. „Magick Without Tears“ drückt ziemlich aufs Gemüt, was aber keinesfalls negativ ist, eher im Gegenteil. Die Stimmung gräbt sich tief in die Seele und erzeugt ein wehmütiges Gefühl. Dazu passend halten sich die Instrumente etwas im Hintergrund. Aber sie verschwinden natürlich nicht gänzlich, sondern untermalen die Atmosphäre und tragen somit maßgeblich zu diesem Stück bei. Zum Abschluss wird noch einmal alles in einen großen Topf geworfen und gut vermischt. Leichte Metal-Riffs, düsterer Klargesang und eine stimmungsvolle Melodie, eben das, was diese Scheibe prägt. Die Gitarren laufen noch einmal zur Hochform auf und rocken, was die Saiten hergeben, stets begleitet vom gut gesetzten Schlagzeug.

Sleep Of The Monsters spielen Occult-Rock auf einem wirklich sehr hohen Niveau. Düsterer, rauchiger Klargesang, getragen von kraftvollen Gitarren, ergibt einen Klangteppich, der seinesgleichen sucht. Aufgrund seiner Komplexität dauert es allerdings ein wenig, bis man alle Facetten erkennt und die Künstler ihr Ziel erreichen, welches natürlich darin besteht. den Zuhörer in ihre Welt zu führen. Die nachdenklichen und sehr vielseitigen Texte, die oftmals auf alten Texten und Geschichten basieren, tun ihr Übriges, um diese Gedankenwelt zu formen. Dieses Album kann man jedem, der etwas ruhigere, abwechslungsreiche und düstere Musik mag, nur wärmstens ans Herz legen.

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