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Slechtvalk: At The Dawn Of War

Definitiv ein Ohr wert!
Wertung: 7/10
Genre: Black Pagan Metal
Spielzeit: 51:52
Release: 02.06.2006
Label: Fear Dark

Laut Labelinfo stammt Slechtvalk aus dem Nachbarland Holland und hat offensichtlich ein Faible für Themen aus dem Fantasy Bereich. Jedenfalls erinnern mich ihre Bandfotos, ob der Maskerade der Mitglieder, stark an die Tolkien-Metaller Battlelore. Die Musik ist aber wesentlich aggressiver geraten.

Das Intro "From Out Of The Mist We Came Forth" macht mit seinen Akustikgitarren, den Flöten und dem Meeresrauschen auf jeden Fall schon mal gut Stimmung, ist mit 3 Minuten aber auch vielleicht etwas zu lang geraten. Das Keyboard zu Beginn von "Call To Arms" wiegt einen noch in Sicherheit, bevor plötzlich Instrumentalarbeit im besten Black Metal Stil ertönt. Ich gebe zu, DAS hat mich jetzt schon kalt erwischt. Ebenso weiß der Wechsel zwischen Gekeife und majestätisch cleanem Gesang zu begeistern, was ja mittlerweile schon zum guten Ton des Pagan Metal gehört. Abwechslungsreich ist der Song auch noch, so das er über die Dauer von 8 Minuten nicht langweilig wird. Besonders der cleane Gesang könnte aber mindestens eine weitere Tonlage vertragen, daran ändert auch die spärlich eingesetzte weibliche Stimme nichts.

"Mortal Serenity" erinnert mich danach an einen Bastard aus älteren Satyricon und Venom, was zum Teil auch an Shamgar liegt, der wie ein kleiner Bruder Satyrs klingt. Die aggressive Grundstimmung wird aber leider wieder durch den ständigen Wechselgesang verwässert. Schade, denn vor allem die Gitarrenarbeit ist hier wirklich hörenswert. "Besieged" ist mit der kurzen Dauer von 3 Minuten einer der Höhepunkte des Albums, auch wenn hier auffällt, dass die Drums mehr Druck vertragen könnten. Aber Schwamm drüber, solche fantastischen Melodien (vocal und instrumental) kaschieren diesen kleinen Schönheitsfehler wirklich perfekt. Black Folk Metal as fuck!

In dieselbe Kerbe haut "Thunder Of War", wozu sogar ein Video gedreht wurde. Generell fällt bei Slechtvalk auf, dass ihre Stärken bei kürzeren Songs liegen, weil sie bei den Longtracks dazu neigen, sich zu verzetteln oder ein gutes Riff zu Tode zu dudeln.

Wirkliche Filler enthält die Platte nicht und auch die Produktion ist angemessen, bis auf den erwähnten kleinen Makel im Schlagzeugbereich. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Band live wirklich Spaß macht (es ist im Übrigen eine DVD namens "Upon The Fields Of Battle" erschienen). Im etwas überfluteten Markt des Pagan Metals stechen Slechtvalk auch heraus, da sie schneller als Summoning, metallischer als Battlelore und härter als Turisas sind. Vergleichbar ist die Musik höchstens mit Suidakra zu Zeiten von "Auld Lang Syne". Eine wirklich perfekte Scheibe ist "At The Dawn Of War" ("kreativer" Titel übrigens, fast so cool wie "Battle Metal") nun aber nicht geworden, aber eben auch keine Durchschnittskost. Mir fällt beim besten Willen kein Grund ein, warum man dieser Band nicht mal eine Chance geben sollte. Schaut doch einfach mal auf die Homepage und zieht euch einige Samples.

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