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Slave Republic: Songs For Sinners

Tanzbarkeit geht zu Lasten des Ausdrucks
Wertung: 6,5/10
Genre: Electro/Pop
Spielzeit: 40:40
Release: 06.10.2017
Label: Ascension

Zehn Jahre sind Slave Republic mittlerweile am Start. Für ihr neues Werk „Songs For Sinners“ ließ sich das Duo ganze vier Jahre Zeit, um damit zugleich das dritte Album zu markieren.

„Welcome To The Slave Republic. Wo alles besser ist.“, heißt es im Opener, was man direkt als Versprechen von Alec Fu und Alex Alice ansehen möchte. Nimmt man hier die Tanzbarkeit als Maßstab, kann man dies als hundertprozentig eingelöst ansehen. Jedem der Titel obliegt die gewisse Eingängigkeit, versehen mit anständigen Beats, um so in jeglichen Klubs aufgelegt werden zu können. Der Start verfügt zugleich noch über einen größeren Dance-Faktor, der leicht verdaulich daherkommt, allerdings erweisen sich die ständigen Wiederholungen als recht anstrengend.

Wenn Tanzbarkeit das alleinige Ansinnen von Slave Republic gewesen sein sollte, könnte man hier knapp an die volle Punktzahl gehen, aber leider fällt diese zu Ungunsten der Intensität aus. Nun bergen die Elektroklänge der Synth-Wave-Bewegung sicher immer eine gewisse Kühle, die aber weder im kompositorischen, noch im lyrischen Bereich aufgehoben werden kann. Die Titel sind recht einfach gestrickt und Spannungsbögen sucht man vergebens, was wiederum zu einer gewissen Monotonie auf „Song For Sinners“ führt.

Mit „Deathless Dream” kann man sich mit etwas mehr Drive und einem interessanteren Aufbau wieder aus der Eintönigkeit lösen. Auch das nachfolgende „Godspeed“ erweist sich als etwas experimenteller, beziehungsweise setzt man das Thema mit dem eingebrachten esoterischen Hauch deutlich besser um. Allerdings plätschern die restlichen Songs im Mittelteil des Albums eher vor sich hin und sind wohl eher zum Nebenbeihören geeignet.

Hat man also nach zwei Dritteln der Scheibe so ziemlich das Gefühl, dass sich hier nichts mehr bewegt und man wohl alles schon gehört hat, können Slave Republic hinten raus dann doch noch draufpacken. Mit „Let’s Play War“ setzen die beiden Herren ein kleines Ausrufezeichen, hier passen Komposition und Text bestens zusammen, der Track wirkt insgesamt deutlich durchdachter und entwickelt tatsächlich seine eigene Intensität. Ebenso punktet „Abendmahl“, welches mit einem Wechsel aus ruhigen Passagen und elektronischen Maschinenklängen für Abwechslung sorgt - wohingegen das abschließende „Dorian Gray“ wieder als reine Geschmacksfrage betrachtet werden kann. Emotional wenig greifbar und wieder stärker in die Dance-Richtung gehend, passt es zwar als Abschluss, hebt sich allerdings in keinem Bereich besonders hervor.

So ist „Songs For Sinners“ unglaublich schwer zu bewerten. Stellenweise wirkt das Album einfach zu flach, um wirklich positiv bewertet zu werden, andererseits erfüllt es einen gewissen Berieselungseffekt, der eben hin und wieder nötig erscheint. Aufgrund der eingebrachten Themen hätte man sich letztendlich aber trotzdem etwas mehr Intensität gewünscht.

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