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Slaughterday/ Phantom Corporation: Severed Funeral/ Belligerent Powers Split 7“

Krompromisslos bis Old School
Wertung: 7,5/8/10
Genre: Death Metal/Crust
Spielzeit: 11:19
Release: 18.05.2018
Label: Bastardized Recordings

Im Grunde ist das 7"-Format die Essenz beim Vinyl, und wenn man wie hier eine Split ergattert und sich gleich zwei Bands zum Preis von einer zu Gemüte führen kann, dann ist der „Mehrwert“ doch gleich doppelt so hoch. Da nimmt man auch gerne das für viele so mühsame Hinrennen zum Dreher in Kauf, was aber auch bedeutet, dass man eine Single nicht mal so eben nebenbei hört, sondern passenderweise ein wenig den Konsumenten zwingt, die Musik auch zu hören, ist das Vergnügen doch schnell wieder vorbei.

Auf der A-Seite lärmen die aus Leer kommenden Niedersachsen Slaughterday mit der exklusiven Nummer „Severed Funeral“ und verlassen zu keiner Minute ihren schon auf den vorherigen Alben eingeschlagenen Old-School-Death-Weg, auch wenn sie hier eine Spur melodischer, manchmal sogar einen Hauch melancholischer wirken. Gleich die ersten Gitarrenspuren im doomigen Gewand sagen früh an, in welche Richtung das geht; Frontmann Bernd growlt wie gehabt verständlich in tieferen Etagen, und wenn die Herren sich schon eher im amerikanischen Death Metal zuhause sehen, so kann man das gerne unterstreichen. Uptempo-Passagen wechseln sich mit doomigen Ausritten ab und sorgen so für Abwechslung, ohne zahnlos zu wirken. Der Slaughterday-Fan bekommt halt das, was man von den Norddeutschen so erwartet.

Auf der B-Seite toben sich Phantom Corporation gleich mit zwei heftigen, deutlich kürzeren und ebenfalls exklusiven Eruptionen aus. Und wie schon auf dem Debüt „First Commandment“ lassen sie keinen Zweifel daran, dass Kompromisse nicht gerade ihre Stärke sind. „Border Wars“ scheppert gleich schon mit einer ordentlichen Portion Death und Crust ins Gehör, da wird zackig alles nur eingerissen, was so rasend schnell galoppierend einzureißen ist, beim Gitarrensolo aber kramen sie herrlich eher eine rock'n'rollige Note hervor, im Hintergrund aber wird weiterhin mit Vollgas angetrieben, als gäbe es kein Morgen mehr. „First World Unrest“ wirkt dagegen hardcoriger, ist aber genauso kompromisslos, das sich wiederholende Riff fräst sich direkt ins Kleinhirn, voll auf die Fresse wie bei den anderen Veröffentlichungen kann man hier ebenso stehen lassen. Dazu bellt und growlt Frontmann Leif (ex-Dew-Scented) wie ein angeschossener Pitbull und macht so keinen Deut raus, wie angepisst eben zu vertonen ist.

Herrliches Kleinod nicht nur für Sammler, sondern auch für diejenigen, die sich auf die Musik konzentrieren und eben nicht zu faul sind, regelmäßig zum Plattenspieler zu rennen. Drei Songs sorgen so für ein heimisches sportliches Programm zwischen Neuauflegen und Headbangen. Na denn mal viel Spaß.

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