Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Slaughter Beach, Dog: Birdie

Wenig spannend
Wertung: 5/10
Genre: Folk, Indie Rock, Singer/Songwriter
Spielzeit: 39:02
Release: 27.10.2017
Label: Big Scary Monsters

Modern Baseball-Fans werden sicherlich mit Spannung die Entwicklung der Solokarriere von Sänger Jake Ewald verfolgt haben, der sich unter dem Namen Slaughter Beach, Dog in der fiktiven Stadt Slaughter Beach eingenistet hat und von dort aus jetzt mit „Birdie“ bereits sein zweites Full-Length-Album veröffentlicht hat. Nachdem Modern Baseball sich Anfang 2017 auf unbestimmte Zeit aus dem Rampenlicht verabschiedeten, war es schließlich nur eine Frage der Zeit, bis Ewald den Nachfolger zu seinem immerhin erst 2016 erschienenen „Welcome“-Album liefern sollte.

„Birdie“ beinhaltet nun also neben einem etwas schrägen Cover auch eine ebensolche Tracklist: Titel wie „Bad Beer“ oder „Fish Fry“ sind prädestiniert dafür, dass der gemeine Hörer sie sich schnell merken kann, wobei die Musik selbst aber alles andere als leichtverdaulich daherkommt. Eine etwas schwer im Magen liegende Mischung aus Indie und Folk wird auf den zehn aktuellen Stücken dargeboten, immer mit einer irgendwie gezwungen klingenden Leichtigkeit versehen, die in der Vorabsingle „Gold And Green“ tatsächlich ganz gut umgesetzt wird. Ansonsten wirken solche Chöre wie bei „Pretty OK“ oder „Uh-uh-uh“-Gesänge wie im Opener „Phoenix“ eher etwas verstaubt und peinlich und unweigerlich stellt man sich den Sänger mit dicker Nickelbrille und einem Tweetjacket mit aufgenähten Lederflicken an den Ellenbogen vor.

Insgesamt könnte man „Birdie“ als sehr sanftes Album beschreiben – Ecken und Kanten sucht man da auf der vollen Spielzeit vergeblich, gerade Songs wie „Shapes I Know“ sind zwar nicht gerade unangenehm im Gehörgang, können aber so gar keine „Aha!“-Momente bieten und plätschern daher leider eher am Hörer vorbei. „Buttercup“ bietet dann schon etwas beschwingtere Momente, die nasal-monotone Stimme des Songwriters trägt aber eher dazu bei, dass man sich schweinemäßig konzentrieren muss, um gedanklich nicht abzudriften. Instrumental gesehen bietet der Song aber einige sehr schöne Gitarrenmomente, die auch durchaus mal den Gesang in den Hintergrund drängen.

Einen ziemlich schrägen Ausrutscher aus dem üblichen Albumsound bietet dann ausgerechnet der unauffällig betitelte „Friend Song“, der recht noisig mit etwas, das wie eine verschnupfte Hammond-Orgel klingt und sich durch den gesamten Song zieht, daherkommt, außerdem leicht verzerrten Gesang bietet und das alles in einem sehr gemächlichen Tempo – falls Ewald sich hier mal experimentierfreudig geben sollte, kann man ihm für die Zukunft sagen: Lass es bleiben. Zumal der abgehackte Übergang zum finalen „Acolyte“ auch alles andere als elegant klingt.

Als „erfrischend“ wird Slaughter Beach, Dogs „Birdie“ angepriesen, denselben Sound hat man aber deutlich erfrischender und vor allem spannender und abwechslungsreicher allerdings schon von einigen anderen Songwritern kredenzt bekommen. „Birdie“ wird trotz des coolen Artworks sicherlich nicht zu den Platten gehören, die sich in meiner Playlist 2017 wiederfinden.

comments powered by Disqus

Dieses Jahr gleich fünf Bands am Start

Oster-Schlachtfest zur Vordisco-Zeit

Zwischenstopp zur ultimativen „The Ultimate Incantation“-Show

Mit „Adrenalin“ zur Hochtour aufgelaufen

„Ist halt so - Rock'n'Roll und fertig“

„Aber man weiß schon, wenn man Architects Of Chaoz hört, wo die Reise hingeht“

Treffpunkt erneut Gernhart Studio in Troisdorf

„Es gab in unserem Leben schon immer Thrash Metal und das wird auch immer so bleiben“

Geburtstag, Livemucke und Überraschungen

Für Weltmeisteranwärter im Kauz-Metal geeignet