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Skum: Prašina

Ein innovatives Stück Todesblei
Wertung: 8,5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 49:37
Release: 01.02.2013
Label: SAOL / Bret Hard Records / H’ Art / Zebralution

Pünktlich zum Fastnachtshöhepunkt kommt aus Köln auch noch etwas ganz Anderes, Aufregendes. Skum stellen ihr neues Album „Prašina“ in die Läden und damit werden sie wohl jede Menge Death-Metallern die unerträglichen Narren etwas erträglicher machen. Die Kölner brettern dafür aber nicht einfach mit schnödem 08/15 Death Metal nach vorne und reihen sich in die Schar vieler anderer Bands ein. Nein, Skum arbeiten wesentlich subtiler, präziser und überlegter als der Großteil der anderen Death-Metal-Kapellen.

Nach einem relativ kurzen Intro bekommt der Hörer gleich mal voll eins auf die Mütze. Schon bei „Trails“ beweisen die Kölner ihr kompositorisches Talent. Zwar ist der Titel noch verhältnismäßig geradlinig und genretypisch ausgefallen, aber auch diese Nummer zeigt schon Tendenzen zu einem größeren Horizont auf. Die endgültige Bestätigung hierfür liefert dann der Titeltrack der CD. „Prašina“, was übersetzt offenbar soviel wie Staub heißt, beweist sehr eindrucksvoll, wie vielseitig Skum (inzwischen) sind. Teilweise mehrstimmige Melodiebögen legen sich über donnerndes Bassdrumgewitter und erzeugen eine hoch energetische Stimmung. Noch rückt Drummer Christoph Buchheim nicht mit seinem ganzen Können heraus, aber im Laufe der nächsten paar Lieder zeigt er schon sehr deutlich, dass er spielen kann. Und das macht er auch immer in beachtenswerter Präzision.

Wie bei einem kleinen Wettstreit könnte man sich fühlen, wenn bei Songs wie dem Überlängenkracher „Kolos“ immer wieder die Gitarrenarbeit von Roberto Parada aufsteigt und sich über die Drumbeats erhebt. Live könnten die zwei Gitarren, die sich auf der CD befinden, allerdings ein kleines Problem werden, wenn nur ein Gitarrist auf der Bühne steht. Vielerlei Soli und Ähnliches sind dann technisch einfach nicht mehr möglich, ohne in die elektronische Trickkiste zu greifen. 

Auf CD funktioniert das aber wunderbar. Mit mächtigen Riffs und vor allem auch mit einem mächtigen Schreigesang preschen Skum ohne Rücksicht immer wieder nach vorne und machen dabei vor nichts Halt. Erstens sind sie sehr sicher im Umgang mit allerlei Spielarten und Stilmitteln des klassischen und modernen Death Metal und zweitens haben die vier Musiker auch kein Problem damit, auch einmal über den Tellerrand zu blicken und Bausteine aus anderen Genres mit in ihre Musik zu übernehmen.

Leider konzentrieren sich die ganz großen Nummern auf die erste Hälfte des Albums. Die zweite ist zwar immer noch wirklich toll, aber so gut auf die Fresse wie in den ersten paar Songs der Scheibe gibt es da nicht mehr. Trotzdem gibt es auch da einige geile Highlights. Das Openerriff von „Schlachtpark“ ist zum Beispiel ziemlich fett und „Brandrodung“ kann mit ähnlich großkalibrigen Gitarren aufwarten. Langeweile sollte also beim geneigten Publikum nur sehr schwer aufkommen.

Anhänger der Todesblei-Szene sollten sich den Rundling nicht entgehen lassen. Die Musik ist ungewöhnlich und abwechslungsreich. Zusätzlich beweisen Skum ein gutes Gespür für interessantes und technisch anspruchsvolles Songwriting.

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