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Skipdown: Pathetic Fanatic

Es fehlt noch an Eigenständigkeit
Wertung: 7/10
Genre: Neo-Thrash, Groove Metal
Spielzeit: 30:34
Release: 11.12.2010
Label: Eigenproduktion

Groove Metal beziehungsweise Neo-Thrash verspricht allmählich ein ähnlich stiefmütterliches Image zu bekommen wie der inzwischen ungeliebte Nu Metal. Von prägenden Kollegen wie Chimaira hört man momentan groovetechnisch eher wenig, obwohl dieses Jahr mit „The Age Of Hell“ eine neue Platte in den Regalen gelandet ist, und auch Bands wie Ektomorf haben sich größtenteils in ihren neu-thrashigen Kokon eingesponnen, um die zweihundertste Imitation von „I Know Them“ einzuprügeln.

Allzu gut sieht es also nicht aus für das Genre, obgleich immer wieder Scharen junger Bands herbei stürmen, um die letzte Bastion des Groove gegen die Erosion der Musikindustrie zu verteidigen. Eine dieser Bands, Skipdown mit Namen, bezeichnet ihre Musik gleich mal vollmundig als „New Hate Metal“ und setzt damit natürlich hohe Erwartungen frei. Wie wütend kann eine Band denn sein, die so nett ist, ihre erste EP „Pathetic Fanatic“ direkt als kostenlosen Download auf ihrer Myspace-Seite anzubieten?

Ziemlich wütend - das beweisen eindeutig die sechs Songs, die das Quartett dem Hörer um die Ohren ballert. Musikalisch gibt es wenig zu meckern, Drummer Sille bearbeitet die Felle voller Dynamik, Fred Cube fällt sogar mit seinem Bass auf, was bei diesem Stil erfreulich häufig vorkommt, und Gitarrero Mr. Brewer schneidet sich mit fiesen Riffs durch die Soundlandschaft. Matt Steen am Mikro überzeugt zwar, überrascht aber nicht – wie eine Mischung aus Ektomorfs Zoltán Farkas und diversen Death-Metal-Sängern klingt der Gute, was jetzt nicht unbedingt zu bemängeln wäre, aber doch ein wenig Eigenständigkeit vermissen lässt.

Bereits beim Opener „Hardcore Catwalk“ muss man zwei Dinge zugeben: Erstens haben die Dresdner ein paar verflucht geile Riffs in petto und zweitens klingt Matt richtig schön angepisst. Das erklärt auch, warum direkt der erste Track, sowie sein nicht minder hart voranpreschender Nachfolger „Nail Me Down“ direkt auf der Liste der Anspieltipps landen. Sollten die Jungs die beiden Tracks als Doppelpack live spielen, dürfte es keinen der Anwesenden mehr an Ort und Stelle halten.

Dass der Vergleich mit Nu Metal am Anfang gar nicht so falsch war, stellt sich dann immer mal wieder in einzelnen Passagen heraus, die so oder ähnlich auch von den einstigen Nu-Metal-Helden hätten stammen können – bestes Beispiel hierfür ist der Sprechpart in „Deceptive Truth“. Dass die Herren das besser können, beweist das etwas sperrige „Fear Lies“, das zwar nicht so schnell in die Beine geht, aber auf eine schleppende Weise groovt und vor allem im Refrain zu – zugegebenermaßen eher gemächlichem – Headbangen einlädt.

Gegen Ende verlieren Skipdown ein wenig an Fahrt und so kann der Standard der ersten beiden Songs nicht ganz gehalten werden. Groove ist allerdings reichlich und über die gesamte Länge der EP vorhanden und an musikalischem Talent mangelt es der Band auch weiß Gott nicht. Wenn jetzt noch der letzte Schliff perfektioniert und mehr Eigenständigkeit eingebracht wird, kann die nächste Platte ein voller Erfolg werden.

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