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Skin The Pig: Article XIX

Ausbaufähige Mischung aus Metalcore und Rock
Wertung: 6/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 61:52
Release: 04.03.2011
Label: Eigenproduktion

Ganze elf Jahre nach der Bandgründung erscheint das Debütalbum von Skin The Pig. Zwar lagen dazwischen sowohl Demos als auch EPs, jedoch haben die Briten niemals einen Longplayer veröffentlicht. Als würde man nun alle Vergangene nachholen wollen, beeindruckt „Article XIX“ mit zehn Tracks und einer Länge von über einer Stunde.

Warum die Band ihren Stil selbst als Progressive Metal bezeichnet, ist mehr als unerklärlich. Das Einzige, das in etwa mit progressiven Bands übereinstimmt, ist die Länge der Songs. Die meisten Tracks sind zwsichen fünf und acht Minuten lang, was für die eigentliche Spielart der englischen Kombo recht ungewöhnlich ist – sie spielen nichts anderes als „normalen“ Metalcore, vermischt mit recht vielen Rock-Passagen.

Die Platte beginnt mit dem instrumentalen Stück „Stendhal Syndrome“, das weit mehr als drei Minuten geht. Der sich langsam steigernde Song verspricht leider mehr, als später gehalten werden kann, überzeugt er doch durch sehr starke Melodieführung.

Nach kurzem Intro beginnt mit „I Rise, You Fall“ der erste wirkliche Song der Platte. Schnell wird deutlich, dass Skin The Pig entgegen eigener Aussagen keine Progressive-Metal-Band sind, sondern Metalcore spielen. Zu hören ist eine standartmäßige Verbindung aus metallischen Riffs und Breakdowns, während die Briten jedoch auf eine Menge klaren Gesang setzen.

Das folgende „Factory, Factory“ ist mit nicht einmal vier Minuten – das Intro mal ausgenommen – der kürzeste Song des Albums. Der gesamte Track ist auf einem thrashigen Mainriff aufgebaut, das zwischenzeitlich, zum Beispiel durch ein Gitarrensolo, ausgebaut wird.

„Room 121“ ist nicht nur der längste, sondern vermutlich auch der stärkste Song des Albums. Zu Beginn noch eine Ballade, entwickelt er sich zu „echtem Metalcore“ bei mittlerem Tempo. Im weiteren Verlauf wird der Song wieder etwas ruhiger, nimmt jedoch gegen Ende nochmal ein wenig Fahrt auf.

Ähnliches gilt auch für die folgenden „Yet Nameless“, „Box 5“ und „Redemption“. Alle drei Tracks haben teilweise klaren Metalcore-Charakter, während sie im nächsten Moment wieder wie eine Ballade klingen. Vom Songaufbau unterscheiden die Songs sich grundsätzlich bloß, indem mal Breakdowns oder Gitarrensoli eingesetzt werden, während teilweise gänzlich darauf verzichtet wird.

Erst „In Loving Memory“ nimmt wieder härtere Züge an. Mit hoher Geschwindigkeit heizen Skin The Pig von Anfang an ein. Mit einem beeindruckenden Solo und harten Breakdowns, aber dennoch einigen ruhigen Tönen, entwickelt sich dieser Song zu einem der besten der Platte.

„Shadows Of Broken Wings“ und „No Mans Land“ kommen zum Abschluss wieder mit dem üblichen Songaufbau daher – teils Metalcore, teils Rock mit Hang zur Ballade. Der letzte Track des Albums muss dennoch hervorgehoben werden, da er mit starken Melodien und perfekt passendem Gesang zum Abschluss heraussticht.

Skin The Pig ist keine Band, die man sich definitiv merken muss. Mit vielen simplen Metalcore-Riffs und häufig ähnlichem Songaufbau kann man definitiv nicht aus der Masse stechen. Bedenkt man dabei, dass die Spielzeit über eine Stunde beträgt, hätte die Band das Motto „Qualität statt Quantität“ stärker berücksichtigen sollen. Nichtsdestotrotz sorgen die Briten mit ihrer Mischung aus harter Musik und größtenteils klarem Gesang zumindest für Widererkennungswert. Ein gewisses Potential kann man der Band aber nicht abschreiben, sie könnten es bloß anders und vor allem besser nutzen.

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