Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Skid Row: Revolution Per Minute

Zerstörung einer Legende
Wertung: 4.5/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 40:29
Release: 20.10.2006
Label: Steamhammer/SPV

Jippiejuchee, Skid Row sind wieder da. Da ich das erste Album „Thickthinking“ nach Sebastian Bach irgendwie verpasst habe, war ich sehr gespannt auf „Revolutions Per Minute“.

„Disease“ startet sehr kraftvoll durch, wenn auch es dann aber doch eher sperrige Melodien enthält. Mmh, das sind oder besser sollen jetzt Skid Row sein? Gut, „Slave To The Grind“ ist damals auch deutlich härter und unkommerzieller geworden und „Subhuman Race“ war dann der klassische Auslöser für den Split. Nun ja, man erinnere sich, Skid Row wird wohl immer mit genialen Balladen in Verbindung gebracht werden.

„Another Dick In The System“ versprüht dann den alten Skid Row Charme der härteren Gangart. Was die kurzzeitig abgehackten Keyboardtöne bewirken sollen, bleibt mir aber verborgen. Mit dem neuen Sänger Johnny Solinger hat man aber anscheinend jemanden gefunden, der auch live das alte Material wohl ganz passabel hinbekommen sollte.

Als dritter Song wird uns „Pulling My Heart Out From Under Me” ein fast poppiger Rocksong kredenzt, welcher für meinen Geschmack doch etwas zu einfach gestrickt ist und sehr auf die Charts zielt. Da dürfte dann eher das U18 Publikum verwöhnt werden.

„When God Can`t Wait“ lässt mich nun langsam etwas sauer reagieren. Ein Gute-Laune-Punkrocksong, wie man ihn eher von Blink182 und Konsorten erwarten würde. Ein guter Mitsinger, aber auf niedrigstem musikalischen Niveau. Sorry, aber was hat das mit Skid Row zu tun?

“Shut Up Baby, I Love You” rockt dann wieder richtig. Könnte irgendwie auch eine weitere Entwicklungsstufe der alten Skid Row sein, wenn auch eine eher schlechtere. „Strenght“ würde ich aufgrund des Refrains mal als einen Rocksong mit leichten Balladeneinflüssen bezeichnen, wobei mir die Refrainmelodie irgendwie sehr bekannt vorkommt. Keine Frage, dass die Gitarristen Scott Hill und Dave `Snake` Sabo ihr Handwerk nun ohne jede Einschränkung beherrschen, aber das ergibt dann trotzdem nicht auch zwangsmäßig gute Songs.

Danach wird dann wieder ein punkig angehauchter Rocksong angestimmt: „White Trash“. Nun ja, Skid Row verbraten viele Flüche und Schimpfwörter und versuchen, damit zumindestens dem sehr jugendlichen Publikum zu gefallen.

Nun ja, dann wird auch noch ein Countrysong mit dem Namen „You Lie“ eingestreut. Mmh, Black Label Society beherrschen diese Kunst wirklich, Skid Row… Na ja, vielleicht soll dies aber alles ja nur den Spaßfaktor des Albums unterstreichen.

„Nothing“ hätte dann auch von irgendeiner rockigen Chartband sein können. Radiotauglicher Punkrock scheint mir das Musikgebiet von Skid Row geworden zu sein. „Love Is Dead“ geht leider auch an mir vorbei.

„Let It Ride“ ist dagegen ganz nett, er rockt gut nach vorne, wird zwar durch den etwas seltsam produzierten Refrain etwas beschädigt, bleibt aber trotzdem ein guter Rocksong. Als Bonus Track gibt es dann noch mal „You Lie“.---> ???

Fazit: Die Scheibe hat nicht wirklich viel mit den alten Skid Row zu tun. Warum macht man das? Gerüchten zufolge soll man Sebastian Bach wohl mehrere Millionen Dollar geboten haben, wenn er wieder einsteigen würde. Aber mal ganz ehrlich: Nach diesem Album müsste es Sebastian wirklich schlecht gehen, wenn er dieses Angebot annehmen würde. Der Name Skid Row wurde auf jeden Fall beschädigt. Ist es wirklich so wichtig, alten Fans mit dieser Mogelpackung das Geld aus der Tasche zu ziehen? Dies hat nicht viel mit Skid Row zu tun. Aber wenn eine Band mit unbekannten Namen und unbekannten Musikern so ein Album bei einem Plattenlabel angeboten hätte, hätten Sie es sicherlich nicht leicht gehabt, einen Deal zu bekommen. Sorry, aber wenn ich im Supermarkt eine Flasche Co*a Cola kaufe, dann will ich auch, dass das Co*a Cola drin ist und nicht Tops*ar Cola! Eine glorreiche Band macht sich den Namen kaputt.

comments powered by Disqus