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Skeletal Remains: Beyond The Flesh

Eher mittelprächtige Kost
Wertung: 5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 32:59
Release: 09.11.2012
Label: F.D.A. Rekotz

Wenn man Old-School-Death-Metal aus den Vereinigten Staaten haben will, lohnt es sich durchaus, ab und an mal die Gegend in und um Kalifornien in den Fokus zu rücken. Dass bei Sonne satt auch düster krachende Riffs entstehen können, muss sicher nicht erst bewiesen werden, wäre durch eine blühende Metalszene in südamerikanischen Gefilden aber leicht verifizierbar.

Skeletal Remains kommen aus besagtem US-Staat und liefern mit „Beyond The Flesh“ nach einem scheinbar hochgelobten Demo ihr erstes Full-Length-Album überhaupt ab. Hier wird die Zeit zurückgedreht in die späten achtziger und frühen neunziger Jahre, wo noch dreckig geschreddert und noch dreckiger gekeift wurde. Von „Morrisound“-Sound ist die Rede und tatsächlich – obwohl nicht in selbigem Studio aufgenommen, erinnert die Platte ein ganz klein wenig an die früheren Produktionen von den Morrisound-Dauermietern Six Feet Under. Rein stimmlich kann man da natürlich überhaupt keine Vergleiche ziehen: Skeletal-Remains-Fronter Chris Monroy hat höchstens den Vornamen mit dem SFU-Brüllwürfel gemeinsam, damit hat es sich dann aber auch schon. Auch grooven die Kalifornier längst nicht so brutal durch die Botanik – dafür verlegt sich die Truppe auf wilde Riff-Achterbahnfahrten (beispielweise „Homicidal Pulchritude“), etwas holprig anmutende Drums („Sub-Zero Termination“) und setzen auf eine Stimme, bei der man nicht so genau weiß, ob sie sich jetzt im Death oder Black Metal einordnen lassen möchte. Der recht hysterische Unterton, der nach drei bis fünf Durchläufen anfängt, an den Nerven der Hörerin zu kratzen, würde sich im Schwarzwurzelgewerbe sicherlich nicht schlecht machen – hier mag er nicht so recht ins Bild passen.

Kommen wir nochmal zurück zum Thema „Gitarrenriffs“; für „Homicidal Pulchritude“ haben sich die Vier nämlich recht prominente Unterstützung ins Boot geholt: Panos Sanos von den Griechen Suicidal Angels lässt hier die Fingerchen übers Griffbrett flitzen, dass einem dabei ganz warm ums Herz werden kann. Sänger und Gitarrero Chris geht da wie im Opener „Extirpated Vitality“ ein paar Töne tiefer zu Werke, was im Übrigen auch nicht übel klingt; zusätzlich wird hier sogar ein kleines Basssolo in den Song geschmuggelt. An sich nicht übel, was das Quartett hier fabriziert.

In „Carrion Death“ wird dann den Instrumenten die Bühne überlassen und spätestens hier fällt auf, dass die Produktion zwar den Old-School-Sound durchaus unterstreicht, aber der richtige Dampf und vor allem Druck fehlt der Scheibe durchweg. Im folgenden „Traumatic Existence“ fällt dann auch noch mal richtig stark auf, wie wenig die Vocals stellenweise zum eigentlichen Stil der Truppe passen.

Fazit: Für Death-Metal-Fans der alten Schule ist „Beyond The Flesh“ sicherlich nicht verkehrt. Allein die Gitarrensoli machen schon ordentlich Spaß und auch der Mann am Mikrophon hat bestimmt seine Glanzmomente. Allerdings kriegt man die Vocals oftmals einfach nicht mit der restlichen Band unter einen Hut, sodass kein ganzheitliches Klangbild entstehen kann. Vor dem Kauf sollte deshalb vielleicht doch in „Beyond The Flesh“ reingehört werden. Mit fünf Zählern landen die Amis daher im Bewertungs-Mittelfeld.

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