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Skálmöld: Baldur

Märchen aus eisigen Nächten
Wertung: 8.5/10
Genre: Viking Metal
Spielzeit: 66:39
Release: 29.07.2011
Label: Napalm Records

Es gibt wohl kaum ein Land, das inspirierender für eine Viking-Metal-Band sein könnte als Island. Somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass nach und nach immer mehr Bands von der Insel auch das internationale Parkett betreten. Skálmöld ist eine dieser jungen, talentierten Bands, die mit ihrem eigenen Stilmix und ihren eigenen Interpretationen auf sich aufmerksam machen. Erst 2009 gegründet, haben die sechs Musiker, die alle mindestens ein Instrument spielen und auch alle singen, schon eine ganze Menge vorzuweisen. Im Januar 2010 wurde das erste Demo aufgenommen und bereits vier Monate später wurde wieder das Studio geentert, um mit den Aufnahmen zum ersten Album zu beginnen. Die Debütscheibe ist dann auch noch gleich ein Konzeptalbum geworden, das mit einer Spielzeit von über einer Stunde auch nicht gerade mager daherkommt.

Neben kraftvollen Metalsongs sind auf „Baldur“ auch folkloristische Stücke zu finden, welche für mitteleuropäische Ohren durchaus sehr sperrig wirken können, da die Rhythmik sehr unvertraut ist. Die nordischen Dichtungen, die man stilistisch auch aus der Edda kennt, wirken ungelenk und starr. Dafür wirken die fremdartigen Harmonien interessant und machen neugierig. An die Folkelemente, wie das einleitende „Heima“ muss man sich ebenfalls erst gewöhnen, diese wirken anfangs genauso unvertraut wie die Rhythmik. Dafür sorgen sie aber für eine sehr wirkliche Stimmung, die einem Bilder einer Nachtszene in einem Blockbohlenhaus, um das der eisige Wind des Nordatlantik peitscht, in den Kopf malt. Ganz anders erscheint der Titel „Árás“, der den ersten blutigen Part der Geschichte dieses Albums darstellt. Die metallischen Melodien sind kraftvoll, schwer und stampfend. Der Growlgesang klingt kehlig hohl, aber sehr entschlossen und überzeugt, passend zur Hauptfigur der Erzählung.

Die Geschichte des Albums dreht sich um die tragische Figur des Wikingers Baldur, der mit seiner Familie zu Hause überfallen wird und seine Liebsten und sein Heim verliert. Von nun an hat er nur noch einen Antrieb: Rache! Um diese zu erlangen, nimmt er eine beschwerliche und abenteuerliche Reise auf sich. Diese wird in den sieben Kapiteln dieses Albums erzählt.

Je nach Begebenheit ändert sich auch die Stimmung der Lieder. Von fast schon beschwingten Passagen geht es über furchterfüllte Strecken bis hin zur Gewaltexplosion zum Ende des Longplayers. Immer wieder eingestreut sind die folkloristischen Elemente in Form von Gesang oder akustischer Instrumentalisierung.

„Baldur“ ist eine dieser Platten, die man nur schwer nebenbei hören kann. Man muss sich Zeit nehmen um die Tiefgründigkeit der Musik zu erfahren. Wer sich die Zeit nimmt, der wird mit äußerst interessanter Musik voller Überraschungen belohnt. Musik für Genießer, nicht für Konsumierer.

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