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Sixoneosix: Scarred Minds

Langweilig
Wertung: 4.5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 14:52
Release: 18.10.2010
Label: Eigenproduktion

In schöner Regelmäßigkeit haben Sixoneosix eine EP nach der anderen herausgehauen, die – abgesehen vom Erstling „Alone“ (2005) – auch allesamt in der Review-Sektion unserer Seite zu finden sind, wobei die Meinungen von „durchschnittlich“ bis „genial“ reichten. Nun, der Verfasser dieser Zeilen muss sich leider ersterer Ansicht anschließen, denn das Gebotene ist auf dieser inzwischen fünften EP, die genau wie sämtliche Vorgänger drei Tracks enthält (stellt sich die Frage, ob es nicht vielleicht sinnvoller wäre, mit einem neuen Release etwas zu warten und Songmaterial zu sammeln, um dann endlich mal ein Full-length-Album zu veröffentlichen), nichts Besonderes.

Handwerklich ist „Scarred Minds“ völlig in Ordnung, keine Frage, aber ansonsten wird hier zum x-ten Mal Göteborg-geprägter Schwedentod zelebriert, was einem langsam aus beiden Ohren herausquillt. Ja, die harmonischen Gitarrenleads sind ganz hübsch und ein paar Melodien (gerade die abwärts laufenden Harmonien im letzten Track, dem Quasi-Titelstück „Scarring Minds“, darf man als gelungen bezeichnen) bleiben tatsächlich hängen, aber im Großen und Ganzen ist das Songwriting austauschbar, unspektakulär und letztlich – machen wir uns nichts vor – schlichtweg langweilig. Es gibt kaum mal Uptempo-Passagen, fast alles wird im Midtempo durchexerziert, der Sänger grollt die ganze Zeit in der gleichen Stimmlage vor sich hin, erinnert dabei hin und wieder ein wenig an Dark Tranquillitys Mikael Stanne, ohne jedoch dessen Wandlungsfähigkeit zu erreichen.

Die Angelegenheit plätschert vor sich hin und bietet nichts, was man nicht schon von zum Beispiel At The Gates oder In Flames besser gehört hat (und das sagt jemand, der In Flames nicht ausstehen kann!). Zur gepflegten Langeweile trägt sicherlich auch die Produktion bei, die für ein in Eigenregie eingezimmertes Werk zwar erstaunlich professionell tönt, was in diesem Fall allerdings kein Kompliment darstellt, da dies hier mit „seelenlos“ gleichzusetzen ist: Getriggerte, ewig gleich klingende, undynamische Drums treffen auf Gitarren, die niemandem wehtun. Kein Dreck, kein Punch. – Nett ist allerdings die Gestaltung der CD, die wie eine Single-Schallplatte aussieht und sogar mit fühlbaren Rillen versehen wurde, und auch mit dem Booklet, in dem sich auch die Texte wiederfinden, kann das Quartett punkten. Dennoch: Die vorigen EPs hab ich zwar nicht gehört, aber fest steht: „Scarred Minds“ ist ein Satz mit x – das war nix. 

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann