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Six Magics: Falling Angels

Gute Mischung aus Power und Thrash Metal trifft auf eine großartige Frontfrau
Wertung: 8/10
Genre: Power / Thrash Metal
Spielzeit: 60:04
Release: 20.07.2012
Label: Coroner Records

Six Magics sind hierzulande aktuell noch ein recht unbeschriebenes Blatt und das, obwohl die vier Mannen und ihre Frontfrau in ihrem Heimatland Chile bereits seit 13 Jahren die Metalszene unsicher machen. Dabei haben sie bereits die Bühne mit Genregrößen wie Blind Guardian oder auch Nightwish geteilt. Mit ihrem Album „Behind The Sorrow“ aus dem Jahr 2010 zogen sie schließlich auch aus, um Europa zu erobern. Ein Unterfangen, das das Quintett nun mit dem Nachfolger „Falling Angels“ fortsetzen möchte.

Musikalisch liefern die Chilenen dabei eine solide Mischung aus Thrash-, Power- und klassischem Heavy Metal. Am ehesten ließe sich der Stil des Quintetts mit den bereits erwähnten Blind Guardian oder auch Rhapsody vergleichen, wobei allerdings auf die orchestralen und epischen Elemente verzichtet wird und der Fokus eher auf der Gitarrenfraktion liegt. Ein weiteres herausstechendes Merkmal ist die Stimme von Frontfrau Elizabeth Vásquez, die nicht nur mit einem hervorragenden Stimmvolumen, sondern auch mit tollen Gesangsmelodien überzeugt.

Schon im Opener „Another Name“ spielen die Chilenen alle ihre Stärken aus. Tolle Gitarrenriffs treffen auf einen großartigen Refrain, abgerundet wird der Song von einem tollen von Gitarren dominierten instrumentalen Mittelteil. Aber damit nicht genug, denn der folgende Titelsong „Falling Angels“ setzt sogar noch einen drauf: Mit einer klasse Mischung aus einem erneut melodischen Refrain und einer Portion Härte in den Strophen mutiert der Track schon nach dem ersten Hördurchlauf zu einem echten Ohrwurm.

Wirklich überraschend ist, das Six Magics es über die gesamte Albumlänge das hohe Niveau des Beginns problemlos halten können. Nahezu jeder Song wartet mit starken Gitarrenriffs und tollen Hooklines auf, die dafür sorgen, dass man der Platte auch gerne sofort einen zweiten Hördurchlauf schenkt. Ein ganz besonderes Schmankerl haben die Chilenen im Song „Do You Remember“ versteckt, in dem sie am Ende des Gitarrensolos ganz frech kurz den Soundtrack von Star Wars zitieren. Eigentlich gibt es nur einen Song, der ein wenig gegenüber dem übrigen Material abfällt und das ist das finale „I Know“. Eine Halbballade, die leider ein wenig zu kitschig daherkommt. Dies bleibt jedoch der einzige Ausfall innerhalb der 60 Minuten.

Bei allem Lob sei aber auch noch ein Kritikpunkt erwähnt, denn obwohl jeder Song für sich genommen stark ist, geht nach mehreren Hördurchläufen doch der Fokus des Hörers verloren. Hier hätte es sicher gut getan, das Rezept nach dem die Songs geschrieben wurden, ab und an durch ein paar überraschende Momente aufzufrischen. Das Fehlen selbiger sorgt dafür, dass die Songs ab und an leider zu berechenbar und vorhersehbar sind.

Trotzdem ist „Falling Angels“ alles in allem ein sehr gelungenes Album, das den Chilenen weitere Aufmerksamkeit auch in Europa bringen sollte. Insbesondere in der ersten Hälfte verstecken sich einige wirklich starke Songs. Mit ein wenig mehr Abwechslung im Songwriting könnte das nächste Album auch problemlos in noch höhere Punkte-Dimensionen vorstoßen. Fans, die sich gerne in der Schnittmenge zwischen Power und Thrash Metal tummeln, sollten aber definitiv schon einmal in „Falling Angels“ reinhören.

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