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Sir Simon: Battle

Ein Musikwerk oberster Güte
Wertung: 8.5/10
Genre: Singer/Songwriter
Spielzeit: 46:51
Release: 04.04.2008
Label: Strange Ways

Im folgenden wird ein Album besprochen, das so nie betitelt werden sollte. Sir Simon ist lediglich die Kurzform vom vormaligen Bandnamen Sir Simon Battle. Einleitend sollte man der Klärung der Umstände wegen vorweg erwähnen, dass Sir Simon Rattle etwas dagegen hatte, dass sein Name von Simon Frontzek und Begleitband so offensichtlich abgeleitet wurde und aufgrund dessen auf einer Namensänderung bestand.

Sir Simon war da freilich die nahe liegendste, wenngleich auch nicht unabdingbar schöpferischste Option. Um Rattle seinen Willen zu gönnen und trotzdem mit einer vertrauten Wortkette zu erscheinen, wurde das Album rasch "Battle" betitelt. Auf dem Cover steht nun also trotz aller Unannehmlichkeiten immer noch "Sir Simon Battle" – der Meister ist übermannt.

Um zum Hauptteil – der Musik – über zu leiten, fehlt es an Anknüpfungsmöglichkeiten, weshalb dies nun ohne jegliche verfolgbare Zusammenhänge geschieht. Das, welches hier als "Battle" publiziert wird, hat mit einem Gefecht nur spärlich gemein. "Battle" ist ein behagliches, durchwärmtes Album. Wäre es ein Klima, wäre es mutmaßlich mediterran. Schwebende Melodien umgarnen filigrane Gitarrentöne, die Simon Frontzeks lieblichen Gesang punktgenau akzentuieren.

Ein Feuerwerk der Befindlichkeiten entlädt sich, sobald jener seine Stimme erhebt. Warme und kalte Schauer durchzucken das Rückenmark. Einer fühlt sich, als wolle er heulen und lachen zu simultanem Moment. Und doch, es legt sich dieser warme Schleier auf des Hörers kalten Schoß und präzisiert eine Wärme, wie sie nur in nordischen Gefilden auszumachen ist.

Sir Simon weiß sicher, wie man ein Publikum zu erreichen vermag, welches nicht unbedingt zu dem seinen gehört. Er ist jedoch gleichermaßen im Stande, zu erkennen, dass es schwierig ist, den schmalen Grat zwischen Eintönigkeit und übereifriger Vielfältigkeit zu beschreiten, doch er wandert ihn vortrefflich straight.

Es bleibt konkludierend die Quintessenz zu äußern, dass unter Androhung von Strafe nicht anzufechten ist, welche Energie in den milden Gesängen dieses Endproduktes zu stecken vermag. "Battle" ist ein Musikwerk oberster Güte, fern ab von den verwegenen Gefilden der Gesamtheit, hin zu einer unschätzbaren Klasse exquisiter Alben, wie sie gottlob nicht im Buche stehen, zugleich ferner in dieser Art bisher nur von wenigen Bands wie den fabulösen Weakerthans oder den großartigen Home of the Lame zu hören waren.

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