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Sinister: Dark Memorials

Happy Birthday!
Wertung: ohne Wertung/10
Genre: Death Metal / Thrash Metal
Spielzeit: 44:21
Release: 26.06.2015
Label: Massacre Records

Zum 25. Geburtstag machen sich die Niederländer Sinister gleich mal selbst ein Geburtstagsgeschenk: Eine Compilation mit 13 Titeln (in der Digipack-Version) bringen die Death-Metal-Veteranen zum Jubiläum an den Start. Schon stellt sich die Frage, ob man denn solche Coverwerke denn wirklich braucht. Zur Antwort kommen wir später.

Zunächst einmal lassen wir die Scheibe für uns tanzen. Was Sinister auf „Dark Memorials“ anbieten, sind Songs von genreprägenden Bands wie Sepultura oder Kreator. Auch Slayer dürfen natürlich nicht fehlen. Zur großen Freude haben sich die Niederländer aber meistens nicht die großen Gassenhauer zur Brust genommen, sondern fast ausnahmslos Stücke, die einem noch nicht zu den Ohren herausquellen.

Ausgerechnet mit einem der ausgelutschtesten Werke startet das Album allerdings:Sepulturas „Beneath The Remains“ vom gleichnamigen Album wurde nämlich wirklich schon oft gecovert und alleine die Tatsache, dass man nun eine tausendfach aufgewärmte Suppe noch mal löffeln soll, verdirbt einem den Appetit. Ganz gerechtfertigt ist das nicht. Sinister haben nämlich sehr stark darauf geachtet, dass die Platte trotz Covernummern einen eindeutigen eigenen Stempel erhält. Nachdem man nämlich den ersten Würgereiz überwunden hat, weil man den Song schon wieder hören muss, kann man nämlich durchaus Spaß mit dem Kracher haben. Sinister haben die neue Version des Klassikers so räudig und todesblei-lastig angelegt, dass man schon Lust auf mehr bekommen kann. Und mehr gibt es natürlich. Innerhalb von zehn Stücken ackert man sich durch das who is who der Death und Thrash Metal Szene.

Die Lieder wurden mit Liebe behandelt und zeigen eine sehr deutliche Sicht aus den Augen von Sinister. In den meisten Fällen klingen die Stücke ungewöhnlich rau. Die Gitarren sägen wie verrückt und der Gesang von Fronter Aad Kloosterwaard klingt eher nach einem schweren Maschinenschaden als nach einem menschlichen Stimmorgan. Doch auch der Mann hinter den Kesseln, Toep Duin, lässt sich nicht lumpen. Immer wieder klingt es, als würde er die Schießbude zu Kleinholz verarbeiten.

Auffallend ist auch der natürliche Sound der Platte. Die Behauptung, dass man sich wie auf einem Konzert fühlt, ist sicherlich übertrieben. Aber mit der richtigen Anlage (so ab der Größe, bei der man die Subwoofer nicht mehr als Einzelperson tragen kann) kann schon ein richtiges Live-Gefühl aufkommen. Vor allem, wenn die Bassdrum immer so fies das Zwerchfell malträtiert. Gut, bei den meisten potentiellen Kunden dürfte diese Möglichkeit nicht gegeben sein. Zur Not tut es aber auch ein guter Kopfhörer.

Zurück zur eingänglichen Fragestellung: Braucht es denn die Platte? Die Antwort kann nur ganz eindeutig jein lauten. Betrachtet man den Silberling als ganz gewöhnlichen Output, dann sollte man einfach die Finger davon lassen. Sieht man die Scheibe allerdings als Sonderpressung zum 25. Bandjubiläum, dann rückt alles in ein anderes Licht und es macht durchaus Spaß, sich die Musen von Sinister in dem neuen Klanggewand mal anzuhören.

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