Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Silent Tempest: Tree Of Life

Ein facettenreiches Klangwerk
Wertung: 7.5/10
Genre: Alternative- & Progressive Rock
Spielzeit: 39:6
Release: 15.12.2006
Label: Eigenproduktion

Die Genesis der noch jungen Magdeburger Band Silent Tempest kann sich durchaus schon unter der Kategorie „regionale Erfolgsgeschichte“ verbuchen lassen: Angefangen hatte seinerzeit alles mit der Coverformation Bluesified Souls, die sich seit Ende des Jahres 2003 teilweise auch außerhalb der Region Sachen-Anhalts einen guten Namen machen konnte.

Mit Silent Tempest jedoch, gehen Danny Priebe (Gitarre & Gesang), Mario Bärecke (Bass), Matti Gralka (Schlagzeug) und Sebastian von Enzberg (Keyboard) gänzlich neue und eigene Wege… So stehen nun nicht mehr namhafte Coversongs auf den Live-Settings des umtriebigen Quartetts; sondern gänzlich selbst auserkorene Inhalte und Klanglandschaften. Mit dieser Bandtechnischen Umstrukturierung im Gepäck, setzten Silent Tempest genau dort ihre Reise fort, wo sie einst mit Bluesified Souls endete: Nämlich bei lebendigen Live-Performances in Kneipen und bei Privatveranstaltungen. Daraufhin folgten auf Grund der durchweg positiven Resonanzen alsbald weitere Gigs auf Großveranstaltungen wie dem „Sachsen-Anhalt Tag“ in Halle, der „DTM“ im Mohrpark Oschersleben oder dem „East Rock Symphony“. Ganz „nebenbei“ heimsten die Jungs mit ihrer erfrischenden Kombination aus Alternative- und Progressive Rock, beim „Rock im Labyrinth“ - Contest den ersten Platz ein. Ebenso wurden sie bei der Veranstaltung „Sachen-Anhalt rockt“ unter die sechs beliebtesten Bands gewählt.

Mit diesem erfolgreichen und bestätigenden Feedback im Rücken, war es nun auch an der Zeit, dass erste professionelle Studiodokument anzupacken (die Demo “Life´s Lessons“ erschien bereits anno 2005). Das Ergebnis: “Tree of Life“ - ein Album, mit vier regulären Tracks und einem Titelsong, der sich (ganz nach progressiven Schema) in nochmals vier Unterkategorien aufteilt und somit alleine schon eine sehr beachtliche Spielzeit von 15 Minuten erreicht.

Alles in Allem spielen die vier jungen Magdeburger auf einem musikalisch beachtlich hohen Niveau. Und scheuen sich auch nicht davor „erdgebundenen Rocksound“ mit „elegant -schwebenden Keyboardeinlagen“ zu vereinen (bestes Beispiel ist hier ebenfalls der melodisch-komplexe Titeltrack “Tree of Life“).Aber auch sonst geben sie sich stilistisch experimentell und vollziehen emotionale Gefühlszustände in überlegten Momentaufnahmen… Sicherlich hackt es auch mal kurz hier und da auf dem gut 40-minütigen Gesamtwerk von Silent Tempest (insbesondere was die Seite der etwas gewöhnungsbedürftigen - da etwas schwammigen - Produktion angeht), aber da sieht man hier gerne mal darüber hinweg: Schließlich ist das kollektive Fassungsvermögen mit seinen träumerischen Melodiebögen und den - dazu im effektiven Kontrast stehenden - erdigen Shouter-Rock-Passagen von Danny Priebe doch sehr eindrucksvoll und (vor allen Dingen) authentisch umgesetzt worden.

Fazit: Ob nun stürmisch und aufbegehrend (“Just in Case“), sensibel und gefühlvoll (“Worthy to Wait“) oder anspruchsvoll monumental (“Tree of Life“) = Silent Tempest präsentieren ein facettenreiches Klangwerk, welches in dieser Form schon von großer Reife und Talent zeugt. Es wird also spannend zu beobachten sein, welchen weiteren Weg das 4-köpfige Gespann in Zukunft einschlagen wird… Jedenfalls sollten sie auch weiterhin konsequent ihren Weg gehen - denn letztendlich können sie ja nur weiterhin Erfahrungen sammeln (und somit auch automatisch persönliche Erfolge erzielen). Zu beziehen ist “Tree of Life“ übrigens unter www.silent-tempest.de für gerade einmal 9,90€. Also: Gebt den Jungs eine Chance und hört mal rein!

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna