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Sienna Skies: Truest Of Colours

"Truest Of Colours" wartet mit schöner Klangfarbe auf
Wertung: 7.5/10
Genre: Post-Hardcore
Spielzeit: 38:33
Release: 05.12.2009
Label: New Justice Records

Dass Australien hinsichtlich Metalcore und Hardcore einiges zu bieten hat, ist nichts Neues, immerhin gehören Bands wie Parkway Drive zu den größten ihres Genres. Allerdings hat auch der Underground einiges an vielversprechenden Acts vorzuweisen, so beispielsweise Vegas In Ruins, MazeNorthlane oder Chelsea Smile. Diese Acts sind jedoch alle eher dem Metalcore zuzuordnen, Sienna Skies hingegen, die kürzlich erst bei dem jungen Label New Justice unter Vertrag gekommen sind, haben sich viel mehr dem Post-Hardcore mit Keyboard-Einlagen verschrieben.

Mit „The Truest Of All Colours“ steht nun auch schon das Debüt-Album in den Läden, das mit dem stimmungsvollen Intro „Commence“ eingeleitet wird, bevor der erste Knaller „Worth It?“ mit viel Groove und Energie zum Zuge kommt und man sofort das Talent für schöne Melodien bemerkt. Die Synthesizer werden teils sehr dominant eingesetzt, so beispielsweise bei den Songs „Heartquake!“ oder „Laughing Time Is Over“ der Fall, teils kann man diese Sounds jedoch auch nur als tragendes, dezentes Element im Hintergrund vernehmen, wie etwa bei dem Track „Sea Of Smiles“, der gegen Ende in einem fulminanten Finale explodiert – genau wie das Stück „Daylight Through The Nightlife“, dessen Riffing nochmals besser gelungen ist und insgesamt epischer und wütender klingt.

Bei dem Instrumental „Amygdala“ handelt es sich um ein ruhiges, atmosphärisches Stück, das durch polyphone Gitarrenarbeit, auf Becken konzentriertes Drumming und melodische Synthesizer-Melodien zu einer zweiminütigen Verschnaufpause avanciert, bevor es mit „Part With Pride“ wieder direkt und unaufhaltsam nach vorne geht, erst nach dem langsameren Refrain kommt etwas mehr Ruhe in den Song, die sich durch tiefe, Breakdown-Riffs ausdrückt. Mit einem Zwischenspiel des Songs „Poetry’s Not So Pretty“ werden sogar Einflüsse des Crunks beziehungsweise Trancecores ersichtig, allerdings muss man sagen, dass die Stärken der Band doch eher bei den melodischen Parts und den getragenen, oftmals geschrienen finalen Abschlüssen der Songs liegen, wie es unter anderem bei „To All Aspiring“ der Fall ist, das zum Ende hin sicherlich die ein oder andere Gänsehaut hinterlässt.

Als Rausschmeißer folgt noch die Ballade „Breathe“, die ganz ohne Scream-Parts auskommt und hauptsächlich durch den angenehmen, melodischen Gesang und eine Akustik-Gitarre bestimmt wird. Später stoßen noch Piano-Klänge und erhabene Streicher dazu, die den Song in einem langsamen Höhepunkt ausklingen lassen und einen gelungenen Abschluss des Albums bewirken.

Auch wenn die Songs nicht unbedingt ein Meisterwerk an Originalität darstellen, haben Sienna Skies dennoch ein gutes Händchen für ein mitreißendes Songwriting, eingängige Hooklines und starke, aggressive Momente mit viel Stimmung. „Truest Of All Colours“ ist ein solides Album geworden, das Post-Hardcore-Anhängern ohne schlechtes Gewissen empfohlen werden kann.

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