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Sideburn: The Newborn Sun

Nur etwas für ganz hart gesottene Retro – Rocker
Wertung: 4/10
Genre: Hardrock
Spielzeit: 64:0
Release: 25.05.2007
Label: Buzzville Records

Wer auch heute noch klassischen, erdigen und leicht versifften Hardrock der Marke Krokus, Kyuss, Status Quo oder auch The Cult unter die Leute bringen möchte, der hat einen sehr steinigen Weg vor sich. Auch wenn es die Queens Of The Stone Age mit „Era Vulgaris“ mal wieder allen vormachten, so dürfte es vor allem enorm schwierig werden, junge Leute - so wie auch mich – mit dieser Art von Musik zu erreichen. Und ob das den schwedischen Hardrockern von Sideburn mit ihrem aktuellen Album „The Newborn Sun“ gelingen wird, darf arg bezweifelt werden. Gut, das Cover und das (mir vorliegende) Bandfoto sehen verdammt cool und lässig aus, doch leider ist dies auch somit das Einzige, was ich an „The Newborn Sun“ wirklich gut finde.

Die Songs sind zwar handwerklich sehr ordentlich gemacht, aber wirklich durchschnittlich ist dieser Erguss der Band dann leider auch wieder nicht. Dies liegt vor allem daran, dass mir wirkliche Höhepunkte fehlen. Das Ganze dudelt eher langweilig vor sich hin, wird hier und da mal mit ansehnlichen Blues – Elementen und tierisch dreckigen Gitarrenlicks verfeinert, doch weder ist dies besonders abwechslungsreich geschweige denn auch nur ansatzweise innovativ oder originell. Besonders die fast zehnminütigen Oberlangweiler „A Piece Of Shade“ und „Riding The Rainbow“ sind eine Qual. Hier verlieren sich Sideburn in überflüssig langatmiger Progressivität und wenn man nach etlichen Minuten einen Song nicht ansatzweise auf den Punkt bringen kann, es aber auch nicht schafft, einem so langen Song spannende Wendungen zu geben, dann hat man bereits verloren. Und hierbei verlieren Sideburn auf ganzer Linie!

Aber auch kürzere Songs wie „Sweet Wine“ oder „Soulville“ sind einfach nur schwache Rocker ohne Flair, ohne Esprit und ohne Gespür für packendes Songwriting. Dank der erfrischenden „Farmer Joe“ und „Another Day In The Blue“ aber vor allem dank des eingängigen „Top Of The World“ kommt dieses Album aber doch noch an einem Totalausfall vorbei. Gerade hier zeigt sich, dass klassischer, traditioneller Hardrock auch heute noch Spaß machen kann. Besonders, wenn auch mal etwas im Gedächtnis verweilen möchte.

Wie man es sich im Vorfeld schon denken konnte, verfügt „The Newborn Sun“ über einen sehr old – schooligen Sound, der Liebhaber - auf Grund des leicht vernebelten Touches - zu Freudentränen rühren wird, der meiner Meinung nach aber ruhig (zumindest etwas) moderneren Standards hätte angepasst werden können, da der Sound an vielen Ecken doch sehr undifferenziert und sperrig wirkt.

Fazit: „The Newborn Sun“ ist wirklich nur etwas für ganz hart gesottene Retro – Rocker. Alle anderen wird dieses Album, so hart es auch klingt, nicht die Bohne interessieren. Verübeln kann ihnen das aber bei dieser eher schwächeren Leistung niemand.

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