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Shit The Cow: The One With The Devil

Hoffentlich nicht mehr lange ein Geheimtipp
Wertung: 9,5/10
Genre: Punk, Alternative Rock, Garage Rock, Stoner
Spielzeit: 18:26
Release: 01.09.2016
Label: Eigenproduktion

Die Schweden haben’s mal wieder geschafft: Da züchten sie mit Shit The Cow jahrelang eine geile Band heran, und verstecken sie vor dem Rest der Welt. Zumindest sind die vier Herren trotz mittlerweile fünf Releases in Deutschland noch herzlich unbekannt. „The One With The Evil“ heißt nun also EP Nummer fünf, in sich gemischt aus Punk, Rock, Alternative, Stoner, Garage – ja, das alles, und noch viel mehr bieten die Schweden, die nebenbei noch einen sehr schönen Bandnamen und ein nicht minder schönes, weil im Gegensatz zur Musik erstaunlich ruhiges und friedliches CD-Cover ihr Eigen nennen können.

Nun ist es ja oft so, dass man einen Sound ganz besonders toll findet, es aber zunehmend schwieriger wird, diesen auch in halbwegs verständlichen Worten für die Allgemeinheit zu beschreiben. Wir versuchen’s trotzdem mal – sechs Songs sind hier versammelt, knapp 20 Minuten Spielzeit, da sollte uns doch was einfallen.

Die Schweden legen gleich mit ordentlich Vollgas los, erinnern dabei durch die verzerrten Vocals gleich mal ein bisschen an Beachslang, nur in hysterisch – das gibt im Geiste schon erste Pluspunkte, der hier dargebotene Garagenrock macht von der ersten Sekunde an mächtig Spaß, da stehen die Füße auch vor dem heimischen Computer nicht still. Den ersten wirklichen „Wow“-Moment gibt es dann beim folgenden Titeltrack, der ähnlich lärmig startet, aber mit einem düsteren Refrain aufwartet, in dem man endlich einen Einblick in Peter Söderbergs „richtige“ Stimme bekommt; düster, warm, ein bisschen Type O-mäßig, man hört direkt die „Leckt mich alle am Arsch“-Einstellung – geil!

„The Villain“ kommt mit einem staubtrockenen Gitarrenriff daher, auch hier herrscht der Klargesang vor, herrlich monoton und stonermäßig walzt sich der Track durch die Boxen, im Refrain wird der Gesang mit weiblicher Unterstützung versehen. Wer sich bei einem Blick auf die Tracklist wundert, dass der erste und letzte Song denselben Namen haben: Wenn man den Namen nicht sieht und nicht auf den Text achtet, kommt man im Leben nicht darauf, dass es sich hier um dasselbe Stück handelt. Die ominöse „Alex“, die bereits in „The Villain“ weiblichen Gesang beisteuert, kann hier zu Beginn solo wahnsinnig punkten – in der ersten Version ein bissiger Tanzflächenfeger, ist die zweite Variante sehr minimalistisch gehalten und mit Orgelsounds versehen.

Shit The Cow schaffen es, auf nicht mal 20 Minuten mehr Substanz unterzubringen als so manch andere Band auf Full-Length. Allein schon der „Warcow“-Variantenreichtum reicht, um vor den Herren (und der Aushilfsdame) den Hut zu ziehen, außerdem macht der Sound der Schweden einfach wahnsinnig viel Spaß. Eine Schande, dass diese Band noch ohne Label herumkrebsen muss, das sollte sich doch bitte dringend baldigst ändern.

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