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Shirukume: Speaking In Colours

Schön experimentell
Wertung: 7/10
Genre: Experimental Metalcore
Spielzeit: 17:24
Release: 29.03.2010
Label: Mother Should Know /Lockjaw Records

Bei der Band mit dem so seltsamen Namen Shirukume handelt es sich um eine junge Formation aus dem schönen Worcestershire in Großbritannien, die kürzlich bei Mother Should Know / Lockjaw Records unterschrieben hat. Verschrieben hat sich die Band dem experimentellen Metalcore, den sie in Form von sieben Songs auf der Debüt-EP „Speaking In Colours“ verewigt hat.

Nach einem ruhigen Intro legt die Band bei dem folgenden Song „The Lighthouse Keeper“ direkt mit typischen Moshparts los, setzt gekonnt Chöre ein und schreckt sogar nicht vor einer sehr stillen Passage zurück, deren dominierender klarer Gesang lediglich von einigen wenigen, kaum verzerrten Gitarrenklängen begleitet wird. Der nächste Track „In The Eyes Of The Architect“ driftet erneut in experimentelle Gebiete ab – dieses Mal haben die Riffs zu Anfang jedoch einen gewissen Western / Country-Touch, beruhigen sich dann jedoch, werden langsamer und der Sound wäre eher im Hardcore-Bereich einzuordnen, wäre da nicht der mit Autotune veredelte Gesang, dessen Melodie man nur schwer wieder los wird. Der nächste Song „I, Clockwatcher“, ein typischer Metalcore-Titel ohne klaren Gesang, bringt es noch nicht mal auf eine Spielzeit von zwei Minuten, führt dafür allerdings von der ersten bis zur letzten Sekunde ein anständiges Maß an Energie mit sich.

Nummer fünf auf der Tracklist, „A Pocket Full Of Glass“, liegt ebenfalls unter einer Gesamtdauer von zwei Minuten und leidet unter dem Eindruck einer gewissen Hektik. Die Riffs wirken hier etwas wirr und wenig geordnet zusammengeschustert, sodass dieser Song, der fast schon über poppigen Klargesang verfügt, unterm Strich nur mäßig überzeugen kann, wenn überhaupt. „Through Prison Bars“ bietet einige bessere – nicht mit Autotune bearbeitete – klare Gesangspassagen an, erinnert aber zum Ende hin leider etwas an den vorigen Track, auch wenn die Riffs hier live noch deutlich mehr Spaß machen werden. Zu guter letzt macht die Band mit dem Track „The Escape Artist“ die vorangegangenen Schwächen jedoch wieder vollends wett, denn die Hookline weiß mitzureißen und die Riffs sind schön melodisch und untermalen auch die geschrienen Parts sehr gekonnt – als weitere nette Erweiterung kann man hier sogar einige Synthesizer-Klänge vernehmen, die sich ebenfalls sehr schön in das Klangbild einfügen.

Zwar ist diese EP noch nicht das Gelbe vom Ei, aber man erkennt deutlich ein gewisses Talent, dass diese Band einiges an Potential aufzuweisen hat. Zudem verfügt die Band über einen ganz eigenen Charme, der sich in den vielen experimentellen Ausflügen äußert – wer also genug von den vielen guten und schlechten Standard-Metalcore-Bands hat, der könnte sich dieser Band zuwenden, denn einige Passagen dieser EP machen richtig Spaß!

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