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Shining: Redefining Darkness

Die Dunkelheit in neuen Formen?
Wertung: 8/10
Genre: Black Metal, Progressive Metal
Spielzeit: 41:06
Release: 29.10.2012
Label: Spinefarm Records

Nachdem Niklas Kvarforth zuletzt Solopfade beschritt, ist er nun mit seiner allseits berühmt-berüchtigten Hauptband Shining (SE) zurück – und erstaunt gleich in zweifacher Hinsicht, was die Titelgebung des achten Studioalbums angeht, denn nicht nur ist die traditionelle Nummerierung verschwunden, sondern mit „Redefining Darkness“ wurde auch ein im Gegensatz zu den letzten, komplett auf Schwedisch gehaltenen Werken englischer Titel gewählt. Ganz dem Motto der Scheibe entsprechend will Kvarforth gemeinsam mit seiner durch den neuen Gitarristen Sebastiaan Bats einmal mehr erneuerten Truppe das finsterste Stück Musik der Bandgeschichte geschaffen haben.

Das Zutreffen dieses Statements anzweifeln dürften wohl vor allem Fans der älteren Alben der Band, denn vom depressiven Black Metal früherer Tage ist auf „Redefining Darkness“ wie schon auf dem Vorgänger „VII – Född Förlorare“ nicht mehr viel zu spüren. Vielmehr definieren Shining wörtlich genommen die Dunkelheit für sich neu, die auf ihre ganz eigene Art in einem eleganten Schwarz ebenso verschlingend erscheint wie die Atmosphäre auf den länger zurückliegenden Alben. Generell wird sich dabei aber nicht allzu weit vom Klangbild des siebten Werkes entfernt, sondern der Sound im Gegenteil sogar noch etwas komprimiert, zumal die spektakulären Gitarrensoli durch den Ausstieg von Fredric „Wredhe“ Gråby deutlich zurückgeschraubt wurden.

„Du, Mitt Konstverk“ scheint jedoch zunächst einmal eine Reduzierung auf die Wurzeln der Musik darzustellen, denn der ohne Umschweife einsetzende Blastbeat mit gewohnt unkonventionellem Shining-Riff besinnt sich ganz auf die schwarzmetallischen Anteile der Musik, die allerdings analog zum letzten Album mit cleanen Passagen samt melodischem Gesang aufgelockert werden – nichts Neues, aber unverändert gut durchdacht und mitreißend. Der erste Einsatz der englischen Sprache und damit auch die erste deutliche Absetzung gegenüber „VII“ findet sich in „The Ghastly Silence“: Obwohl der Charakter von Kvarforths Gesang sich auf diese Weise merklich verändert und einiges an Eingewöhnungszeit verlangt, fügt sich der Sprachwechsel nach einer Weile gut in das atmosphärische Stück ein, das mit auffälligen Basslines, hymnischen Melodien und einem Oboen-Solo gekonnt Akzente setzt.

Abseits davon finden sich auf „Redefining Darkness“ nicht allzu viele signifikante Neuerungen, vielmehr wurde sich darum bemüht, den zuletzt etablierten Stil trotz aller Komplexität eingängiger zu gestalten. In „Han Som Hatar Människan“ geschehen die Wechsel zwischen wuchtigen Parts samt den altbekannten „UAH!“s und verträumten Momenten flüssiger denn je, während „Hail Darkness Hail“ mit seiner überraschenden Gegenüberstellung von an Opeth erinnernden melodischen Momenten und abgedrehtem Black Metal inklusive verrücktem Lachen nicht nur durch den englischen Text auffällt. Das, wozu Kvarforth mit Shining aber eigentlich in der Lage ist, zeigt er erst zum Schluss mit dem starken, unkitschigen Klavier-Instrumental „Det Stora Grå“ und dem daran anschließenden „For The God Below“: In acht Minuten laufen Songwriting und Umsetzung hier zu Höchstform auf und beglücken den Hörer mit einem dynamischen und emotionalen Wechselbad verschiedener Stile – akustische Augenblicke treffen auf prägnanten Klargesang und in diesem Falle auch auf ausladende Soli, die das Album dramatisch ausklingen lassen.

Abgesehen von diesem eindrucksvollen Ausbruch hinterlassen die restlichen Songs jedoch „nur“ einen guten Eindruck – nach wie vor sind Shining mit ihrem gefestigten und eigenwilligen Stil eine Instanz, auf die man sich verlassen kann, doch im Gegensatz zum Normalfall ist der Unterschied zwischen „Redefining Darkness“ und dem Vorgänger dieses Mal nicht groß genug, als dass man vom üblichen Überraschungsfaktor sprechen könnte. Wer „VII“ mochte, wird jedoch auch mit diesem Album glücklich werden und wer noch nicht mit der Musik der Formation vertraut ist, findet hier einen verhältnismäßig einfachen Zugang.

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