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Shakra: Everest

Gelungener Nachfolger
Wertung: 8.5/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 48:52
Release: 17.04.2009
Label: AFM Records GmbH

Nach dem größtenteils sehr positiv bewerteten „Infected“ liefern die fünf Schweizer mit „Everest“ bereits ihr viertes und wie immer qualitativ hochwertiges Studio-Album mit dem neuen Sänger Mark Fox ab, der inzwischen perfekt mit den anderen Musikern harmoniert. Musikalisch ist dabei alles beim Alten geblieben, so haben Shakra ihren 80er-Jahre-orientierten Hard Rock beibehalten, ohne dabei auch nur im Geringsten altmodisch zu klingen.

Wie auf dem Vorgänger dominieren auch auf „Everest“ treibende Gitarren-Riffs und der raue Gesang des Frontmanns. Die Produktion ist gewohnt erstklassig und verleiht dem klassischen Hard Rock ein modernes Gewand, ohne jemals die Wurzeln Shakras zu verleugnen. Gelungene Hooklines lassen sich auch auf „Everest“ wieder reichlich finden, die Platte strotzt nur so von eingängigen Melodien und Ohrwurm-Refrains - dies hat allerdings auch zur Folge, dass die meisten der Songs sehr gradlinig nach vorne rocken und ab und zu ein wenig Abwechslung vermissen lassen.

Trotzdem gehen einem Stücke wie „Ashes To Ashes“, das mit einer grandiosen Gitarrenarbeit zu überzeugen vermag, oder das mit einem tollen Refrain versehene „Insanity“ nicht mehr so schnell aus dem Kopf und werden auch nach zahllosen Durchläufen nicht langweilig. Gerade dieses Langzeitpotenzial ist es, das das Album so stark macht.

Ganz klar sticht das progressiv angehauchte „The Journey“, das eine Spielzeit von knapp acht Minuten vorzuweisen hat, aus dem Album heraus. Nach dem etwas längeren Intro folgen sogleich die ersten harten Riffs, die den Song bis zu seinem starken Refrain treiben. Abgerundet wird das Highlight des Albums mit einem langen Gitarrensolo, das den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrechterhält.

Im Gegensatz zu den harten Liedern, die klar die Überhand auf „Everest“ haben, stehen leicht balladeske Stücke wie das ruhige „Why“ oder das mit melancholischem Klavier abgerundete „Hopeless“, die aber durchaus mit dem Rest des Albums mithalten können.

Zudem begeistern die meisten Songs mit tollen melodischen Gitarren-Solos, wie etwa in „Regressive Evolution“, die zeigen, auf welch hohem technischen Niveau die Schweizer sich inzwischen befinden. Ausfälle lassen sich auf der CD nicht finden, einige Tracks fallen zwar beim ersten Hören nicht wirklich auf, offenbaren aber bei genauerem Hinhören, dass es sich ebenfalls um mehr als solide Stücke handelt.

Shakra liefern mit „Everest“ einen gelungenen Nachfolger zu ihrem letzten Album ab, der insbesondere von den technischen Fähigkeiten der Musiker und der sauberen Produktion profitiert. Hier gibt es erstaunlich wenig zu bemängeln, denn Schwächen finden sich bei dieser Platte tatsächlich kaum - einige Songs klingen zwar recht ähnlich und Mark Fox würde ein wenig mehr Variation in seiner Stimme sicherlich auch nicht schaden, aber letztendlich ist „Everest“ eine rundum gelungene Angelegenheit, die man Freunden von klassischem Hard Rock uneingeschränkt empfehlen kann. Mit dieser starken Scheibe sollte die Band endgültig ihren Stand als eine der derzeit besten Vertreter des Genres festigen können – verdient hätten sie es allemal.

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