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Shadrane: Temporal

Progressive Metal mit Geschichte
Wertung: 8.5/10
Genre: Progressive Metal
Spielzeit: 55:7
Release: 10.10.2008
Label: Lion Music

Im heutigen Musikgeschäft ist es sicherlich der Regelfall, dass die einzelnen Songs eines Albums textlich keinerlei oder nur wenig Bindung aneinander haben – Ausnahmen von dieser Regel erfreuen das Ohr, wenn denn eine interessante Geschichte für ein entsprechendes Konzeptalbum gewählt wurde.

Shadrane legen mit ihrem Debütalbum „Temporal“ eine solche Ausnahme vor. Doch bei diesem Album besticht nicht nur die zwar in anderen Branchen schon recht abgegriffene, aber schön verarbeitete Geschichte der Liebe zwischen einem amerikanischen U-Boot-Kapitän und einer Japanerin während des 2. Weltkrieges, auch auf der musikalischen Seite sorgen die aus verschiedenen Genres stammenden Songs für Abwechslung. So stört es auch nicht großartig, dass sich zwischen Tracks, die dem Progressive Metal und dem Power Metal entstammen, auch einige Ausflüge in den kommerziellen Bereich des Rock befinden.

So kündigt sich „Temporal“, der Opener des gleichnamigen Albums, nach dem Verklingen des Balladen-ähnlichen Intros schon durch die ungewöhnliche Taktart als Vertreter des Progressive Metals an – ein Eindruck, der sich durch den kompletten, komplex aufgebauten und von Takt und Tempowechseln durchzogenen Song fortsetzt, der allerdings, trotz verlängernd wirkender Soli von Gitarre und Keyboard, die Prog-kritische 5 Minuten-Marke nicht überschreitet.

„Betrayal“ dagegen entpuppt sich nach einer geheimnisvollen, mit Untersee-Radar-Geräuschen versehenen Einleitung als in Power Metal-Richtung tendierendes Instrumentalstück, welches der Story nach die Ermordung des benannten U-Boot-Kapitäns durch seinen eifersüchtigen Untergebenen und deren Kampf untermalt. Beinahe nahtlos fließt dieser Song in den folgenden Track „Morpheus“, hier der Name des U-Boots, hinein. Dieser bleibt vom Stil her ähnlich, hier kommt ebenfalls typischer Power Metal-Gesang hinzu.

„Rainy“ hingegen ähnelt in keinster Weise den oben genannten Liedern; es handelt sich hier um eine Rockballade, welche recht unspektakulär über 4 Minuten aus den Boxen dudelt. Ebenso wie „Consider It“ könnte sich dieser Song dank der kommerziellen Ausrichtung durchaus zwischen Nickelback’s „If Everyone Cared“ und Coldplay’s „Violet Hill“ in der Playlist eines großen Radiosenders befinden.

Alles in allem ist „Temporal“ ein gelungenes Debütwerk mit abwechslungsreichen Songs und einer schönen Hintergrundgeschichte, bei dem auch die nicht chronologische Abfolge der Songs nicht unbedingt stört. Mir persönlich fehlte allerdings an diesem Album der berühmte „Aha-Effekt“: Die Songs sind allesamt sehr gut und „rund“ produziert, allerdings fehlen somit auch musikalische Ecken und Kanten, die sich sofort in das Gedächtnis des Hörers brennen und ihn aufhorchen lassen.

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