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Shadow Gallery: Room V

Ein Konzept geht auf
Wertung: 9.5/10
Genre: Melodic Prog Metal
Spielzeit: 75:36
Release: 30.05.2005
Label: InsideOut Music GmbH

Durch Zufall bekam ich diese Promo-CD in die Hände. Nun gut, den Namen Shadow Gallery hatte ich schon mal gehört. Wenn ich mich recht erinnere, hat sich die Band Ende der 80er zusammengefunden. Aufgrund bisher eher mittelmäßiger Reviews und nicht wirklich interessanter Coverartworks habe ich die Band nie genauer unter die Lupe genommen.

Der Reigen wird mit dem schnellen Dream Theater-ähnlichen „Manhunt“ eröffnet. Hoppla, es geht aber nicht nur mit technischem Gitarrengefrickel weiter. Der Song geht nahtlos mit wunderschönen Pianopassagen über in den zweiten Song „Comfort Me“. Wow, was für ein schmuseweicher, genialer Refrain. Unterstützt wird Sänger Mike Baker hier von der liebreizenden Laura Jaeger. Sehr schön ist auch, dass nicht auf Biegen und Brechen versucht wird, in höheren Tonlagen zu singen. Shadow Gallery scheuen sich nicht einmal davor, dem geneigten Hörer durch Carl Cadden-James gekonnt die Flötentöne beizubringen!

„The Andromeda Strain“ besticht mit tollen Gitarrenläufen und einem treibenden Soundteppich, welcher perfekt von Joe Revolvo (Drums) und Carl Cadden-James (Bass) inszeniert wird. Das Ganze wird mit absolut perfekten Gitarrenläufen und einem nie aufdringlich wirkenden Keyboard von Chris Ingles und/oder Gary Wehrkamp (welcher auch an der Gitarre tätig wird) garniert. Progressive Rock der besten Machart wird hier geboten. Aber das Tolle ist, dass man nie das Gefühl hat, hier würden sich irgendwelche Musiker profilieren wollen: Vielmehr dient alles den Songs und nicht der eigenen Eitelkeit.

„Vow“ beginnt mit tollem melodischem Gesang und akustischen Gitarren. Irgendwie kann man hier richtig in die Musik eintauchen und dahin schmelzen. Genial. Vergesst, was ihr bisher so als Kuschelrock CDs angeboten bekommen habt. Legt diese 8:25 Minuten Nummer ein und taucht in eine friedlichere, gefühlvollere Welt ein und lasst euch treiben.

Deutlich schneller geht`s bei „Birth Of Daughter“ zu, welches zwar erst langsam mit spacigen Keyboards beginnt, dann aber zu einer tollen technisch rockenden Abgehnummer mutiert. Ohne Unterbrechung geht das Glück der Geburt in den Tod über. „Death Of A Mother“ zeigt selbst den Fans, dass nicht nur den Steve Vais oder Yngwie Malmsteens der Erde Bewunderung zusteht. Der Schlusssong dieses dritten Aktes schließt mit gefühlvollen Gesangspassagen und den bei Shadow Gallery üblichen Pianoklängen.

Ihr fragt Euch jetzt: Warum 3. Akt? Nun ja, beim vorletzten Album „Tyranny“ haben die 6 Musiker mit einem Konzept angefangen und dort schon 2 Akte geschaffen, in denen es um die Selbstfindung zweier Personen geht. Und dies wird hier weitergeführt.

Der 4. Akt beginnt mit „Seven Years“ wieder recht soft und hinzu kommen die zuvor schon dargebotene Flötentöne. Wie der zweite Titel „Dark“ schon andeutet, wird die Stimmung etwas bedrohlicher, was allerdings nicht ganz so gekonnt wie sonst auf diesem Album mit einer zersplitterten Scheibe und einem Schreckensschrei eröffnet wird.

„Torn“ lebt zeitweise hauptsächlich vom Gesang und der Flötenmelodie. Aber wer hier erstmal Richtung Mittelalter denkt, wird enttäuscht werden. Hätte man mich gefragt, ob es möglich ist, eine Flöte derart in moderne Rockmusik zu integrieren, ich hätte zumindest Zweifel gehabt, auch wenn ich Jethro Tull kenne. Dies ist eine gänzlich andere Geschichte.

„The Archer Of Ben Salem“ geht da deutlich rauer und kräftiger durch die Boxen. Hört euch mal die Gitarrensoli an. Technisches Gefrickel, das aber nicht ausartet und perfekt in den Song passt. Großes Kino! „Encrypted“ läßt den Hörer wieder einmal dahin schweben, wobei dieser Song ein ganz kleines bisschen im Vergleich zu den anderen abfällt. Ein Marty Friedmann lässt mich bei seinen Soloalben auch nicht mehr träumen.

„Room V“ brettert dann erstmal durch die Gehörgänge. Doppelstimmige Gitarrenläufe, wie man sie von Dream Theater her kennt. Der Song klingt mit Regen aus und verrät uns daher schon den Namen des leider letzten Songs: „Rain“. Er bietet neben den schon logischen genialen musikalischen Aktivitäten einen tollen Refrain.

Fazit: Für mich steht fest: Ich muss meine CD-Sammlung um ein paar ältere Shadow Gallery CD`s erweitern. Hammermäßig, was mir hier bisher entgangen ist. Wer Melodic Metal mag: Unbedingt zugreifen! Wer Prog mag: Unbedingt zugreifen! Alle anderen sollten mal reinhören, egal welcher Song oder welche Stelle, wer offen ist für Neues und Ungewöhnliches, wird hier sicher bestens bedient. Außerdem sollte man bedenken, von welcher Band man bei einer CD knapp 76 Minuten Musik auf höchstem Niveau bekommt. Da können sich die meisten Bands `ne dicke Scheibe abschneiden.

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