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Shade Empire: Zero Nexus

Ein echtes Monumentalstück
Wertung: 9.5/10
Genre: Hybrid Metal
Spielzeit: 44:42
Release: 30.05.2008
Label: Dynamic Arts Records

Nun, im Jahre 2008 nach Christus, wird es Zeit für Shade Empire, sich einen Level weiter zu begeben. Mit „9 In 1“ liefern die Finnen nun erstmals ein lupenreines Konzeptalbum ab, das dem Vorgänger „Intoxicate O.S.“ die Krone aufsetzen soll. Ob das gelungen ist, werden wir hier erörtern.

Richtig gewaltig geht das neue Werk los mit „9 In 1“ inklusive Thrasheinlagen, ungezügelter Power, den für Juha typischen am Rande des Wahnsinn´s kratzenden Vocals und allen attributen, die es ausmachen, das man die Mucke der Finnen einfach nur liebt. Neben den Knüppelparts gibt es zwischendrin auch ruhigere Momente. Zu erwähnen sei außerdem, dass sich die Jungs erstmals an ein Konzeptalbum herangewagt haben.

Rasane, der neue Drummer in den Reihen der Hybrid Metaller, macht seinem Namen in „Adam & Eve“ alle Ehre, denn was der Jung da vom Leder zieht, grenzt an Wahnsinn, im positiven Sinne, ehrlich sehr, sehr gut, was der neue Mann am Schlagzeug da mit einbringt. Man mag es kaum glauben, aber in diesem Song ist im Refrain eine Frauenstimme zu vernehmen. Aber das so was von genial, auch wenn es da gewaltig an Stimmvolumen mangelt. Es folgt ein Wahnsinnsteil von Headbangpart. Ein absolut vielseitiges, melodisch wunderschönes, herrlich knüppelndes Stück, das man sofort in sein Herz schließt.

“Blood Colours The White” beinhaltet durch die Keyboards eine so düstere Erhabenheit, die man so auch von Größen wie Dimmu findet. Im Hintergrund vernimmt man einen alttestamentarischen Frauenchor, davor geile Doublebassparts, das sind die Zutaten, die dieses eher ein bisschen langsamere Stück ausmachen.

Dafür gibt es in “Flesh Relinquished” wieder gehörig einen auf die Mütze. Was mit einem genialen Keyboardintro beginnt, wird anschließend mit der ganzen Armada an Instrumenten fortgeführt. Die ruhigeren Parts schaffen richtig schön Atmosphäre. Lediglich an den Sprechparts hätte ich was auszusetzen, denn das steht Juha weitaus weniger gut als seine Growls, die hier und da immer wieder nah daran sind, auszurasten. So gut wie er kann das derzeit kein Zweiter.

Mitten in ein brachiales Drumgewitter gerät man eingangs „Harvesters Of Death“, wo man wieder die ganze Klasse von Rasane heraushört, der eine echte Bereicherung für die Band darstellt. Melodisch wieder vom Feinsten, erzeugt dieses Teil wieder eine verdammt dämonische Stimmung und als Hybrid Metal-Fan schwebt man im siebten Himmel.

Eine ausgezeichnete Wahl hat man getroffen, als es darum ging, einen Song für eine Videoaufnahmen auszuwählen und sich für “Serpent – Angel” entschied. Nicht ganz so brachial wie die restlichen Dampfhämmer des Werkes, zeigt dieses Stück die etwas softere Seite der Jungs, wenn man bei Shade Empire überhaupt von einer soften Seite sprechen kann. Doch nicht zuletzt das Gitarrensolo offenbart wunderschöne Melodien, in welche verzerrte Stimmen eingebettet sind. Ein erstklassiges Teil vor dem Herrn.

Die Jungs halten, was sie versprechen, denn „Whisper From The Depths“ startet mit Flüstern, bis, ja, bis der gewaltige Eingangsgrowl ertönt. Wunderschön, wie hier Pianoklänge erklingen, auc hwenn die sicher vom Keyboard stammen. Insgesamt gesehen ist dieser Song zwar schon auch ein guter, aber er kommt nicht ganz an die restlichen Überstücke dieses Werkes heran.

Vielversprechender beginnt da schon „Ecstasy Of Black Light“ mit einem feinen Keyboardintro, das sofort in sienen Bann zu ziehen weiß. Juha´s Stimme passt aber auch so dermaßen perfekt in dieses ganze Soundgewand. Ein generierter Chor im Hintergrund sorgt für die biblische Atmosphäre. Ein wahrlich großartiges Teil mit großartigen Melodiebögen, in dem Juha´s Stimme wieder gefährlich nah an den Rand des Wahnsinns gelangt.

Wie auch im Leben läuft alles auf ein Ende hin, und so ist auch das Ende dieses monumentalen Konzeptalbums unausweichlich. „Victory“ beginnt mit einem unglaublich erhaben rüberkommenden Chor, bevor dann wieder die Hölle über den Hörer hereinbricht in Form eines weiteren Drumgewitters und allen Attributen von Shade Enmpire´s wilder Raserei. Unglaubliuch, wie gut hier die ruhigeren Passagen mit mehr Melodie zu denen passen, in denen die Kräfte der Hölle von der Leine gelassen worden zu sein scheinen.

Und dann kommnt etwas, wovon ich nie, ich wiederhole, niemals geglaubt hätte, dass erstens ich so etwas mag und dass dies zweitens zu dem Metal von Shade Empire passen würde: Ein Saxophon erklingt. Echt Wahnsinn, echt wahnsinnig genial! Das Riff gegen Ende des Stücks, welches dieses Monument beschließt, hat eine Melodie, in welcher Melancholie mitschwingt. Und dann kommt Juha´s Quintessenz „What is end to others, is victory for some“. Wie wahr und welch ein Ende für dieses geniale Stück Musik.

Die Produktion ist klar und druckvoll, womit alle Attribute der Finnen bestens in Szene gesetzt werden. An den Reglern saß hierfür Hiili Hiilesmaa, der u.a. auch schon in Diensten von Morian erstklassige Arbeit abgeliefert hat.

Fazit: „9 In 1“ ist ein echtes Monumentalstück! Mit diesem Konzeptalbum haben sich Shade Empire mindestens einen, wenn nicht gar gleich mehrere Level weiter nach oben an die Spitze gespielt. Dies ist eins der ganz starken Werke des Jahres 2008.

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