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Sevendust: Black Out The Sun

Clint Lowerys Rückkehr bringt viel Überzeugendes, aber auch ein paar Enttäuschungen
Wertung: 7/10
Genre: Alternative Rock/Metal
Spielzeit: 44:23
Release: 17.05.2013
Label: 7Bros. Records / Warner

Für Sevendust hätte es gar nicht besser laufen können: Gitarrist und Gründungsmitglied Clint Lowers, der seinerzeit den rasanten Aufstieg der einstigen Crossover-Kapelle erheblich prägte, konnte nach sechs Jahren Abstinenz wieder für die Dienste der Band gewonnen werden. Und damit schienen die Weichen bereits vor dem Release von "Black Out The Sun" auf Erfolg gestellt. Oder ist die Magie, die vom dynamischen Duo Witherspoon/Lowery immer ausgegangen war, mittlerweile verpufft?

Tja, glaubt man den ersten Noten des neuen Albums, wird man regelrecht von der Brachialität erschlagen, mit der Sevendust anno 2013 zurückschlagen. Nach einem kurzen Intro schlägt das wuchtige "Faithless" ein wie eine Bombe, erinnert sofort wieder an die Frühphase im Bandcamp und gibt dem Fronter in den melodischen Parts einmal mehr ausreichend Gelegenheit, seine fabelhaften Qualitäten unter Beweis zu stellen. So fett und entschlossen hat ein Sevendust-Song jedenfalls selten geklungen. Und die Marschrichtung ändert sich in der Folge nicht: "Till Death" grenzt sogar an Hardcore-taugliches Terrain, während das groovige "Mountain" mit seinen Heavy-Rock-Arrangements auch einen Zakk Wylde vor Freude wild machen sollte. Alles scheint perfekt, alles klingt fast noch stärker als die legendären ersten drei Alben des hierzulande immer noch nicht vollwertig geschätzten Quintetts. Doch dann kommt der Schnitt, ein geradezu radikaler Bruch - und mit einem Mal ist "Black Out The Sun" nur noch ein gewöhnliches, wenig aufregendes Alternative-Rock-Album.

Zur Mitte nämlich versinken Sevendust urplötzlich in konventionellen Gewöhnlichkeiten. Nummern wie das Titelstück oder das relativ lahme "Nobody Wants It" könnten keinen trägeren Kontrast zu den durchschlagskräftigen Kompositionen am Anfang des Albums bilden, "Decay" und "Cold As War" langweilen mit Althergebrachtem. Nanu, wo ist denn bitte der mächtige Gitarren-Unterbau? Und das Charisma des Sängers, wo hat man das nun plötzlich versteckt? Immerhin fängt sich die Truppe im hinteren Abschnitt wieder und landet mit dem finster-balladeskem "Dark Am" und dem zielstrebigen "Murder Bar" noch zwei echte Volltreffer. Doch an der Tatsache, dass "Black Out The Sun" im Zentrum einen fatalen Aussetzer hat, kann auch diese minimale Rehabilitation auf den letzten Drücker nicht leisten.

Bleibt also festzuhalten: Sevendust packen auf ihr neues Werk gleich drei bis vier ihrer bis dato gewaltigsten Kompositionen. Doch gleichermaßen werden all die fulminanten Momente von ebenso vielen Schwächeperioden gezeichnet, die für eine Band solchen Kalibers schon eher enttäuschend sind. Bei allem Respekt vor der intensiven Performance eines Lajon Witherspoon und den teils bahnbrechenden Riffs eines Clint Lowery: Hier hätten die Herrschaften partiell nachbessern müssen, um "Black Out The Sun" vor der unnötigen Kritik zu schützen und nicht an derselben Stelle so viel Potenzial zu verschwenden.

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